Der SK Rapid Wien befindet sich seit Wochen in der Krise. Auch Neo-Trainer Canadi konnte das Ruder nicht herumreißen. Daher wollen die Spieler ihre letzte Chance auf den Meistertitel nutzen und beginnen ab Montag ihre Malerlehre.

„Wir setzen jetzt alles auf eine Karte. Wenn wir schon sportlich nicht Meister werden können, dann müssen wir es auf diesem Weg versuchen“, ist Präsident Michael Krammer zuversichtlich. „Wenigstens müssen wir diesmal keine Angst haben, dass uns in der Winterpause ein anderer Club die halbe Mannschaft abwirbt.“

Unverständnis bei den Fans

Vielen Rapid-Fans stößt dieses Vorhaben sauer auf. „Jetzt werden‘s schon sehr abgehoben in Hütteldorf. Was glauben die denn, wer sie san“, sagt Johann K. (43) zornig. „Die treten unsere Traditionen und Werte ja mit Füßen, wenn’s als Grün-weiße arbeiten gehen.“

Spieler erwarten sich viel

Unterdessen freuen sich die Spieler, dass ihre Chance, Meister zu werden, doch noch lebt. „Ich war selbst schon zwei Jahre in Folge Bademeister im Erlebnisschwimmbad Saalfelden. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, erzählt Stefan Schwab seinen Mannschaftskollegen in der Kabine stolz über seine bisherigen Erfolge.

Einzig Tomi Correa kann das nicht nachvollziehen. Er möchte endlich in die höchste österreichische Spielklasse und setzt daher noch immer alles daran, im nächsten Jahr in der Ersten Liga zu spielen.

(Daniel Herndler. Foto: Football.ua/Wikipedia, Montage, CC-BY-SA 3.0)