Warnung aus Slowakei kam nie an: BVT hat keinen Laptop


Agent vor dem BVT
Tokfo, Depositphotos (M)

Vorwürfe, wonach das BVT eine wichtige Information der slowakischen Behörden über den Wiener Terroristen verschlampt habe, weist man beim Bundesverfassungsschutz entschieden zurück. Man habe die E-Mail aus technischen Gründen nie erhalten können, da das BVT über keinen Laptop verfügt.

WIEN – Lokalaugenschein im Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung. Der Schutz der Republik steht hier an oberster Stelle. Seit dem Anschlag herrscht Hochbetrieb: Die Faxgeräte surren im Sekundentakt. Die kugelsichere Kaffeemaschine wird aus dem Schrank geholt. Mehrere Agenten schneiden mit einer Bastelschere Gucklöcher in eine Kronen Zeitung und setzen sich anschließend zur Observation in den Wiener Stadtpark.

„5. November, 10:01:56 Uhr, Wien, verdächtige Person steht regungslos im Park“, kritzelt der Agent mit seiner Schreibfeder auf ein Pergament und beobachtet unauffällig die Johann-Strauss-Statue. Danach geht er in eine Telefonzelle und sucht im Telefonbuch. „Ah, da ist er, N…Nehammer!“

E-Mail nie erhalten

Im BVT wehrt man sich entschieden gegen die Anschuldigungen der Medien. „Wir haben die E-Mail aus der Slowakei nie erhalten“, versichert uns ein Mitarbeiter. „Wie denn auch. Wir hatten mal einen Laptop, aber der wurde uns 2018 bei einem Raubüberfall von einem kleinwüchsigen Kärntner Rechtsextremen gestohlen, den wir schon länger observiert haben.“

Doch selbst wenn der Tipp angekommen wäre – viel unternehmen können hätte das BVT nicht. „Der Attentäter hatte eine Geheimwaffe, mit der er alle österreichischen Behörden auf Abstand halten konnte: einen gültigen Gewerbeschein, eine WKO-Mitgliedsnummer und alle erforderlichen Genehmigungen. Er war einfach…“, der Beamte seufzt, „…zu stark für uns.“

Vorbildliche Arbeit

Nach dem Verlust des einzigen Laptops war Feuer am Dach. „Aber wir haben das gut gemeistert. Wir haben alle Kräfte gebündelt und es geschafft, vor drei Jahren einen Anschlag der Omas gegen Rechts zu verhindern. Frau Henriette F. wollte damals mit dem Rollator in einen Weihnachtsmarkt rasen, das haben wir bei einem netten Abendessen mit unseren Kollegen von den Identitären erfahren. Zum Glück gelang es einem unserer Agenten, sich nach sieben Punsch in letzter Sekunde vor dem Gefährt schlafen zu legen.“

Wir wollen das BVT nicht länger aufhalten und verabschieden uns. „So, ich muss eh zurück zur Recherche“, sagt ein Mitarbeiter, setzt sich neben Jan Marsalek auf die Couch und dreht eine Folge Kommissar Rex auf.

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Die haben schon Schreibfedern und Pergament??? Neumodisches Teufelszeug

Bitte ich will auch eine kugelsichere Kaffeemaschine – Presto!

Und erst surrende Faxgeräte! Ich hätte eher Telex oder Morseapparate erwartet!

Na klar, die müssen auch mit der Zeit gehen. Weiche Tontafeln, in die man mit einem Schreibgriffel Keile reindrückt sind ja so was von gestern…..

Kottan ermittelt

Den Laptop hat sich der Gernot gekrallt

Ich glaub eher, es war der, den der Gernot nie gehabt hat. Vielleicht ueber Willhaben: „Kein Laptop abzugeben. Ich verschenk doch nichts!“

LOL … von einem kleinwüchsigen Kärntner Rechtsextremen gestohlen …
Ach wie gut dass niemand weiss, dass ich Bertl BIMAZ heiss

SCHIMAZ

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