Vor Abflug nach China: ORF überrascht Pariasek mit neuem T-Shirt


Pariasek mit "Free Hong Kong" Shirt
Depositphotos, ORF (M)

Es ist eine kleine Geste der Freundschaft: Nur wenige Stunden vor dem Abflug zu den olympischen Spielen in China überraschte der ORF den Sportmoderator Rainer Pariasek mit einem T-Shirt. Gerüchte, wonach man Pariasek für längere Zeit vom Bildschirm und generell auch so verbannen will, dementiert man am Küniglberg kichernd.

SCHWECHAT – Der neue ORF-Chef ​​Roland Weißmann lässt es sich nicht nehmen, Pariasek das Shirt am Flughafen Wien höchstpersönlich zu überreichen. „Lieber Rainer, wir wünschen dir in China einen schönen und vor allem langen, sehr sehr langen Aufenthalt, mach’s gut und bis bald in drei Wochen oder Jahren oder so.“ 

Der Sportreporter nickt und verbeugt sich vor Weißmann. „Und wie begrüßt man Mitglieder der kommunistischen Partei?“ Pariasek überlegt kurz, dann sagt er lächelnd: „Ti-bet!“ Weißmann klopft ihm auf die Schulter. Pariasek legt sich auf das Gepäckband und bekommt ein Etikett ans Ohr geklebt, durch einen Buchungsfehler muss er eingecheckt werden, sein Koffer fliegt in der Business Class.

Top vorbereitet

Pariasek macht es sich im Frachtraum des Fliegers gemütlich. Für die Winterspiele habe er sich schon lange vorbereitet. „Ich hab sogar extra Chineserisch gelernt, M1, M4, M8, M9, M13“, sagt er immer wieder mantraartig vor sich hin und wedelt mit einer verklebten Speisekarte aus dem Restaurant Lei Lei.

6:30 Uhr, Ankunft in Peking. Pariasek steckt sich sein „Free Hong Kong“-T-Shirt in die Jeans, richtet sich die Haare und rollt sich mit einem Lächeln auf den Lippen vom Gepäckband. Freudig winkt er der Flughafen-Security, die gemeinsam mit der chinesischen Militärpolizei patrouilliert, und ruft immer wieder lautstark „Ti-bet! Ti-ananmen!“ Dann spannt er seinen Regenschirm auf und zeigt auf sein T-Shirt. „Free Honks, dreimal hupen, lustig oder? Haha!“

Tumult

Plötzlich geht alles ganz schnell – hunderte rote Punkte erscheinen auf Pariaseks Stirn, schwarz gekleidete Militärpolizei seilt sich von der Decke des Flughafens, ein gutes Dutzend androider Polizeiroboter umstellt ihn, er verliert 50.000 Punkte im Social Credits System und gilt jetzt in der chinesischen Gesellschaft als ebenbürtig einem Frettchen. „What a wonderful welcomes, thanks you, I’m Wainer fwom Austwia, you know? Dirndl, Mozart, Kangaroos!“ freut sich Pariasek und überreicht einem Roboter seinen Koffer.

Kreuzverhör

Die Polizei führt Pariasek zum Verhör. „We have a few questions“, erklärt ein chinesischer Polizist. Pariaseks Gesicht blüht auf. „You too? I also have so manymuch questions. Mister Chinamanpolice how was the race? How does your Meniskus feel? You happy with the ski binding? Why are you slower today than Marcel Hirscher and David Alaba? How will you prepare for Biewerquwiek?“

Drei Stunden später. Ein Rettungswagen rast über das Flughafengelände. Notärzte springen heraus und laufen in die Polizeistation, um die Beamten zu betreuen, die durch das dreistündige Pariasek-Verhör zusammengebrochen sind. „And you? Lookings forwarz to games of the winter in Betschink?“, fragt er einen Sanitäter, der sich in letzter Sekunde eine Mullbinde in die Ohren stopft. 

ORF entsetzt

Zeitgleich, tausende Kilometer entfernt. Weißmann sitzt im Situation Room am Küniglberg und starrt wie hypnotisiert auf einen Bildschirm. Kaffeebecher stapeln sich, sein Hemd ist zerknittert, die Haare hängen ihm fettig ins Gesicht. Der ORF-Chef hat durchgemacht. Vor ihm läuft ein ruckelnder TvThek-Livestream vom Flughafen Peking.

Er beugt sich vor, beobachtet, wie Pariasek freigelassen wird und lächelnd aus der Empfangshalle tritt. Weißmann schlägt mit der Faust auf den Monitor und schleudert ein Schmalzbrot an die Wand. „Verdammte Scheiße, er ist einfach zu gut… er ist einfach zu gut!“ In wenigen Tagen beginnen nun also die Olympischen Spiele – trotz Omikron und Pariasek.

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34 Kommentare
  • Nah geh, ich mag den Pariasek auch net, aber Ihn dafür gleich ins West-Taiwanesische Gulag schicken das schafft echt nur ein total tiefrot-kommunistisch geführter ORF !

    • Bravo! Erinnert mich an Pyeongchang, wo Pariasek auf seinem Leiberl ein Bild von Kim Jong-un hatte. Ein Pfeil zeigte auf dessen Frise: „Ihr Tischler macht“s persönlich.“

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