Mit seinem heutigen Geständnis im Gerichtsprozess wegen Amtsmissbrauch hat sich August Wöginger einen Parteiausschluss eingehandelt. Im Schnellverfahren wurde der einstige ÖVP-Funktionär wegen „Gefahr im Verzug“ aus der Volkspartei geschmissen. Grund: Ein Verstoß gegen die Omertà, die Schweigepflicht.
WIEN – „Wer taub, blind und stumm ist, sitzt 100 Jahre im Nationalrat“ – so steht es in der Präambel des ÖVP-Ehrenkodex geschrieben. Ausgerechnet Klubchef August Wöginger verstieß gegen dieses heilige Gesetz mit einem Schuldeingeständnis bei seinem heutigen Prozess wegen Amtsmissbrauchs.


