Wirtschaft

Verdacht auf Kinderarbeit bei XXXLutz: Putzi Putz in Pflegefamilie gebracht

Putzi Putz

Ein schwerer Vorwurf kam heute gegen das Möbelhaus XXXLutz auf. Die Kette soll mindestens ein minderjähriges Kind angestellt haben und damit gegen das Kinderarbeitsverbotsgesetz von 1997 verstoßen haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt; das betroffene Kind, der aus der Werbung bekannte „Putzi Putz“, wurde unterdessen in einer Pflegefamilie untergebracht.

Lange Tortur
Jahrelang soll der skrupellose Möbelkonzern den Minderjährigen vor die Kamera gezerrt haben, um die als „TV-Werbung“ getarnten Psychoterror-Miniclips zu produzieren. Während der Werbetexter hinter den Lutz-Werbungen noch nicht gefasst werden konnte, gelang den Ermittlern mit der Enthüllung rund um Putzi Putz immerhin ein erster Schlag gegen das Kartell.

Der Erfinder der Familie Putz, der damalige XXXLutz-Chef Hans-Jörg Schelling, ist ebenfalls noch nicht gefasst. Er soll heute Finanzminister einer Regierung eines kleinen Landes in Mitteleuropa sein.

Behörden zuversichtlich
„Kein Lutz-Marketingangestellter ist sicher vor der Hand des Gesetzes“, meint ein Ermittler vor der Presse. Aus Sicherheitsgründen hat er eine Sturmmaske auf, um nicht erkannt zu werden und womöglich selbst als Statist in einer Lutz-Werbung zu landen.

Die Polizei durchsuchte den Tatort.

Die Polizei durchsuchte den Tatort.

Putzi Putz endlich in Sicherheit
Der kleine Putzi Putz wurde unterdessen bei Familie Guthofer im kleinen Örtchen St. Pröllein in Niederösterreich untergebracht. „Es ist nicht einfach für ihn, dieser radikale Wechsel des Umfelds“, gesteht Pflegevater und ÖVP-Bürgermeister Franz Guthofer ein.

Er zeigt auf das Gitterbett, in das er Putzi Putz einsperrte. Dieser scheint völlig traumatisiert und verwirrt zu sein: „Hilfe, lasst mich hier raus“, schluchzt der Junge. „Ich bin doch nur ein 26-jähriger Schauspieler aus Wien! Das ist ein Missverständnis!“ Offenbar trichterten ihm seine Vorbesitzer eine falsche Identität ein, um ihr Verbrechen zu verheimlichen.

XXXLutz reagiert
In einer Videobotschaft, die in einschlägigen Branchenmedien verbreitet wurde, meldet sich der XXXLutz-Kartellboss zu Wort und gibt sich kämpferisch: „Sie können uns nicht aufhalten. Putzi Putz ist weg… na und? Wir werden noch einen viel nervigeren Ersatz finden und alle TV-Kanäle noch mit viel horrenderen Werbungen überfluten (lacht böse).“

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(Fotos: Pressefotos XXXLutz)

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Yoda

    19.11.2015 um 18:01

    Die Tagespresse ist besser.

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