„Uns kann er vertrauen“: Die Tagespresse bietet HC Strache Jahres-Abo zum Rabattpreis


Jahres-Abo

Der 1. April bietet selbst vorgeblich seriösen Medien einen willkommenen Anlass, Unfug zu verbreiten. Sogar sachkundigen, gebildeten Menschen wie dem FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache fällt es schwer, vertrauenswürdiger von falscher Information zu unterscheiden.

Dies zeigt etwa seine Reaktion auf den heutigen Aprilscherz des Krawallblatts „Die Presse“ oder auf einen Artikel des deutschen Qualitätsmediums „Postillon“.

Als seriöseste Onlinezeitung Österreichs sieht sich die Tagespresse in der Pflicht, Österreichs Spitzenpolitiker immer aktuell zu informieren, anstatt sie in die Irre zu führen. Nur so können sie die Zukunft des Landes gestalten. Damit Strache nie mehr auf einen Satireartikel reinfällt, bietet die Tagespresse HC Strache ein Jahres-Abonnement zum Rabattpreis von nur 499 Euro an.

„Herr Strache soll wissen: er kann uns vertrauen“, erklärte Tagespresse-Chefredakteur Toni Polster in den Redaktionsräumen auf der Baumgartner Höhe. „Als führendes Qualitätsleitmedium der Nation würden wir ihm niemals eine Falschmeldung vorsetzen. Alles, was wir bringen, ist von fachkundigen Journalisten recherchiert und tatsächlich so passiert.“

Außerdem will sich die Tagespresse klar von Scherzpostillen wie der „Heute“ oder „Österreich“ distanzieren, für die das ganze Jahr über 1. April zu sein scheint.

Der Chefredakteur bittet Strache daher zur feierlichen Übergabe des Abos am heutigen Tage um 17 Uhr in den Räumlichkeiten auf der Baumgartner Höhe. Auch wird Herr Strache höflich gebeten, das Geld für das Abonnement in bar und abgezählt mitzubringen.

Ein Abo steht selbstverständlich nicht nur Spitzenpolitikern, sondern allen interessierten, kritischen Leserinnen und Lesern zu, die immer informiert bleiben wollen. Chefredakteur Polster erklärt dazu: „Ein Abo erhält man ganz einfach: überweisen Sie uns 1000 Euro, und Sie dürfen die Tagespresse lesen so oft Sie wollen.“

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(Foto: Dieter Zirnig, Montage)

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Entschuldigung, das war aber kein Mitarbeiter von uns! Bitte den Vorgang noch einmal wiederholen.

Toni Postler

499 EUR für Herrn Strache? Könnt ihr mir bitte erklären, warum wir im Bundeskanzleramt für euer Abo dann 799 EUR zahlen und das, obwohl wir euch für mehrere Exklusivberichte über den Bundeskanzler mit Insider-Informationen versorgt haben? Ich habs schon mal angedroht, aber wenn hier die SPÖ zugunsten rechter Parteien benachteiligt wird, werde ich für unseren Bundeskanzler wieder die Spatzenpost abonnieren, die mag er wegen der Poster in der Mitte eh viel lieber. Ich hab ihn nur aufgrund der journalistischen Qualität bisher von der Tagespresse überzeugt. Bitte schickt mir innerhalb der nächsten 5 Tage ein neues Abo-Angebot, sonst muss ich die… Mehr »

Das Abo zahlt ja bekanntlich nicht das Bundeskanzleramt sondern die Steuerzahler. Dem Bundeskanzleramt kostet das keinen Cent.

Die 300 € extra werden als Investition in den nächsten Wahlkampf verbucht, genauswo wie das bei heute, Österreich und der Krone der Fall ist. All dieses Medien garantieren dank dieser und anderer großzügiger Unterstützung einen besonders wohlwollende Berichterstattung im Wahlkampf.

Bei dieser Gelegenheit möchten wir freundlich darauf hinweisen, dass die Tagespresse immer noch nicht von Verdoppelung des Marketingbudget der Wiener Stadtbetriebe profitiert, und das obwohl der Wahltermin näher rückt.

In diesem Fall wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Aber dann erwarte ich schon auch eine ähnlich wohlwollende Berichterstattung wie es in den genannten Qualitätszeitungen der Fall ist. Negative Publicity a la „Häupl mit 0.0 Promille am Steuer erwischt“ ist in diesem Zusammenhang wahrlich nicht hilfreich, wo doch alle Wiener Bürgerinnen und Bürger wissen, dass unser Herr Bürgermeister eine sehr leutselige Person ist und auch ein Herz für die Winzer der Umgebung hat, die durch die neue Schaumweinsteuer und die Umsatzsteuererhöhung auf den Direktverkauf von Wein ohnehin mit Mehrbelastungen zu kämpfen haben. Die neuen Aufträge aus der Verdopplung des… Mehr »

Da sieht man wieder, wie Politiker bevorzugt werden. Eine Frechheit sowas.

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