Unleistbares Eigentum, teure Mieten, wohnen bei Eltern: Neues „Monopoly“ für Millennials erscheint


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Der beliebte Brettspiel-Klassiker „Monopoly“ erscheint in einer neuen Version. Mit der „Milliennial-Edition“ möchte Hersteller Hasbro das Spiel neuen Gegebenheiten der Gesellschaft anpassen und vor allem bei jungen Erwachsenen punkten.

„Das originale Spielkonzept beruht auf der veralteten Idee, dass jeder die gleichen Startvoraussetzungen hat und es mit etwas Geschick zur eigenen Immobilie bringen kann. Mit diesem Hirngespinst räumen wir jetzt auf“, erklärt Sprecher Arnold Tobolka der Tagespresse.

Lustige Hürden

Bereits zu Spielstart sind alle Grundstücke im Besitz von Immo-Spekulanten, Hedgefonds und René Benko. Als Startkapital erhält jeder die durchschnittlichen Lebensersparnisse eines Millennials von 31 Euro und vier seltenen Magic-Karten, welche aber schon im ersten Spielzug als Anzahlung für eine Maklerprovision wieder ausgegeben werden müssen.

Fortan versuchen alle Spieler, eine Mietwohnung zu finden, welche sie mit ihrem Job als Barista, Social Media Manager oder Start-Up-Entrepreneur (freier Foodblogger) finanzieren können. Bei jedem Passieren des Startfeldes erleidet man einen Reallohnverlust von 10 Prozent, während Mieten und Betriebskosten um 20 Prozent steigen.

Neue Ereigniskarten

Besonderes Augenmerk wurde auf die Ereigniskarten gelegt. Diese enthalten realitätsnahe Texte wie: „Oh nein! Eine Horde Hipster-Kunststudenten mit betuchten Bobo-Eltern hat dein Grätzl gentrifiziert. Die Mieten steigen um 150 Prozent“, oder „Du wirst von einem mafiösen Immobilienentwickler aus deiner befristeten Erdgeschoss-Garconniere am Wiener Gürtel geekelt, damit er das Gründerzeithaus abreißen und Vorsorge-Wohnungen um 6.000 Euro pro m² errichten kann. Ziehe wieder bei deinen Eltern ein.“

Das gefürchtete Gefängnis-Feld wurde durch das Feld „Soziale Isolation“ ersetzt. Landet ein Spieler auf diesem, wird er nicht mehr in den Arrest, sondern in eine Smart-Wohnung in der Seestadt Aspern gesperrt.

Lange Spieldauer

Zwar können Spieler mittels Aktionskarte auch um eine geförderte Genossenschafts- oder Gemeindewohnung ansuchen. Allerdings dauert es bis zu 10 Jahre, bevor man eine Wohnung erhält. Diese Wartezeit kann nur mit der seltenen roten Aktionskarte „Freundschaft“ verkürzt werden. Gewonnen hat der Spieler, der als Letzter über 80 Prozent seines Einkommens für Wohnen ausgibt, in den Privatkonkurs schlittert, delogiert und depressiv wird.

Das Brettspiel ist jetzt überall erhältlich.


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itsLeonhard

Würde sich sogar gut umsetzen lassen

Das traurige ist

dass ich da mehr Wahrheit als Satire lese.

McAviti

An der Aufmachung sollte noch etwas gearbeitet werden. Das Spielbrett verbraucht viel zu viel Platz.

Ist da auch die ehemalige Grüne

aus Kärnten mit im Spiel, die ständig gegen Glücksspielfirmen wetterte und nun bei einer Chefin ist?

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