Unentschieden bei Schere, Stein, Papier: Regierung noch nicht über Lockdown einig


Mückstein und Schallenberg spielen Schere, Stein, Papier
Georges Schneider / picturedesk.com (M)

Ganz Österreich wartet derzeit auf eine Entscheidung der Regierung über einen Lockdown. Doch die Verhandlungen gerieten laut Insidern am Nachmittag ins Stocken. Mückstein und Schallenberg liefern sich bei Schere, Stein, Papier seit Stunden ein Unentschieden.

WIEN – „Das ist eindeutig keine Schere, das ist ein Papier, da geht mir das Gimpfte auf“, brüllt Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein mit pulsierender Halsschlagader. Kanzler Alexander Schallenberg bleibt stur. „Das ist eine Schere, ich weiß doch bitte, wie eine Schere aussieht, ich hab sogar selbst einmal eine benutzen lassen im Sommer 1986.“

Die Stimmung ist angespannt. Es steht 13:13. Die beiden einigen sich auf eine Wiederholung, die alles entscheiden wird. Mückstein kniet sich hin und bindet sich die Sneakers extra fest zu. Schallenberg lässt sich Stirn und Hände von seinem Diener pudern.

„Schere, Stein, Papier! Das gibts ja nicht“, schreit Mückstein. Beide haben sich für die Schere entschieden. „Das ist genau der falsche Zeitpunkt. Die Menschen da draußen zählen auf uns!“ Er zeigt auf die wartenden Boulevardjournalisten im Vorraum. Schallenberg schaut konzentriert, er fasst sich unauffällig ans Ohr und murmelt: „Jawohl, mein Meister, diesmal Stein, so soll es geschehen. Gott schütze den König.“

Die Einsätze könnten kaum höher sein, die Schicksale von Millionen Menschen entscheiden sich hier. Die Folgen sind völlig klar: Gewinnt Schallenberg, gibt es nicht aus Solidarität mit Ungeimpften keinen Lockdown. Gewinnt Mückstein, gibt es einen Lockdown nicht für keine Geimpfte aus Solidarität mit Downlocks.

Blanke Nerven

Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer seufzt ungeduldig, wegen des Patts müssen wichtige Amtsgeschäfte warten. Schon seit Stunden konnte er keine Virologen öffentlich verhöhnen oder Fake News über Intensivbetten verbreiten. Nervös kaut er an seinen Fingernägeln. 

„Schere, Stein, Papier!“, ruft Mückstein, seine Stimme überschlägt sich. Beide landen auf Stein. Mückstein wischt sich eine verschwitzte Haarsträhne aus der Stirn. Seine Hand zittert. Die Zeit drängt. Schallenberg greift sich kurz ans Ohr: „Ja, mein Gebieter, wie Sie wünschen. Ich bin ihr willenloses Werkzeug. Ich liebe meinen Kanzler.“ 

Endlich kommt es zum Durchbruch, Mückstein macht Papier, Schallenberg formt seine Hand zu einem O. „Gewonn– häh? Was ist das, Oida?“, ruft Mückstein entgeistert. „Brunnen!“, entgegnet Schallenberg überlegen lächelnd. „Wir spielen ohne Brunnen!“

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Ohne Brunnen muss man immer am Anfang dazusagen. Intelligente Menschen wissen das 😉

Wie wärs mit schere stein papier echse spock?

Bearbeitet von Tommy Chong

Meine reptilianisch-vulkanischen Datenbanken dazu befragt ergeben: Daraus wird leider nichts. Des Schalkenzwergs Meister und Gebieter verfügt zwar ebenfalls über eine gespaltene Zunge, wie die Echsen, aber Spocks Ohren sind nicht annähernd so groß.

Bearbeitet von HAL-9000

Oder die „Open Schnick“ Variante aus dem Känguru Apokryphen Hörbuch.

Witzig! – das Ende ist tiefsinnig…denn Papier schlägt Brunnen

Wie soll Papier den Brunnen schlagen? Da ist das Seil mit dem Kübel dran im Weg!

Bearbeitet von HAL-9000

Klopapier gemeint?

Papier wird nass im Brunnen!

Papier deckt den Brunnen zu

Oje, oje, wenn sich die Tagespresse-Kommentatoren nicht mehr einig sind, dann sind wir verloren. Jetzt kann nur noch ein Wunder helfen.

Darum geht’s ja, die Menschen zu verwirren und die TP hat diese Strategie in die Praxis der journalistischen Arbeit umgesetzt.

Der Heilige Basti wird sicher kommen und uns vor oder nach Weihnachten retten aus dem Covidleiden und die Pandemie erneut beendet erklären wenn er wieder Gottkanzler wird.

….und unsere Landeshäuptlinge werden erst einmal abwarten und dann ihn lobpreisen und Hosanna und sich wieder in den Staub werfen und sich alter Depp nennen lassen

„Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer seufzt ungeduldig, wegen des Patts müssen wichtige Amtsgeschäfte warten. Schon seit Stunden konnte er keine Virologen öffentlich verhöhnen oder Fake News über Intensivbetten verbreiten.“
Liebe Salzburger, verjagt so einen Politiker mit nassen Fetzen aus seinem Amt. Ich kann leider nicht mithelfen, da dort nicht beheimatet!

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