Um Kunden bei Self-Checkout-Kassen zu helfen: Spar sucht 10.000 neue Mitarbeiter


Eine Spar Checkout Kassa.

Die Handelskette Spar will den Bereich Selbstbedienung weiter ausbauen. Deshalb baut man etwa 9.000 Kassier:innen ab und ersetzt die verstaubten Fließband-Kassen durch innovative Self-Checkout-Terminals. Damit sich Kund:innen dort zurechtfinden, braucht man laut Spar nun lediglich etwa 10.000 neue Mitarbeiter:innen.

WIEN – Mittags in der Spar-Filiale auf der Mariahilferstraße. Kunde Benjamin Gangl (37) steht verzweifelt beim Self-Checkout und starrt auf das Terminal. „Sie haben Alkohol gekauft. Bitte warten Sie auf einen Mitarbeiter!“, steht am Display. Benjamin sieht sich um, er wartet. Gegen 16 Uhr trinkt er die Flasche Wein aus und holt noch eine.


  • Wenn man mich fragt, dann sind die oft noch etwas „mühsam“ empfundenen POS-Systeme im SB-Modus nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum Scan&Co Prozess
    # POS-System werden beliebig mit KI ausgebaut werden
    # Der Kunde „lernt“ ohne personalisierte Kassierkraft auszukommen.
    # Der Handel „lernt“ Optimierungspotenziale bedarfsgerichtet ökonomisierter Produktdigitalisierung
    # „Das System“ lernt dem Kunden vollkommen gläserne Persönlichkeit, weil Scan&Go nur von eigener Smart-App möglich aufgezwungen wird.
    # In jedem Fall reduziert es ERP- und Personalkosten (~25% können an automat. Kassierdienstleistung eingespart werden)

    • Und was sich noch zeigt: Fehler beim abrechnen (welche auch an der normalen Kassa passieren können) werden nun auf den Kunden abgewälzt. Das Risiko mussten die Geschäfte bisher selbst tragen!

  • Also ich hab die Spar-Selbstbedienungskassen recht praktisch gefunden, bis auf das angesprochene ‚oh oh Alkohol‘ Problem. Grad diese Automaten konnte man bis zum Umfallen mit Kupfermünzen abfüllen, da hat man endlich die ganzen 1 und 2 Cent Münzen weitergebracht.

    Das neben jeder Kasse ‚zufällig‘ grade ein Mitarbeiter/Mitarbeiterin was ausgepackt oder etikettiert hat oder dergleichen war natürlich reiner Zufall :)

    Trotzdem find ichs Schade das es die nicht mehr gibt, grade dann wenn ich mal wieder hinter Pensionistenehepaar 80+ warten darf bis die alle Rabattsammler, Vorteilsbons, Ö’s und Albumpickerl gesucht, zugeordnet, verteilt, registriert und abgehefted sind …

  • Ich verweigere die SB-Kassen generell. Die auf solche „Querulanten“ wie mich angesetzten Mitarbeiter, die mir ständig erklären wollen wieviel Zeit ich sparen würde, sind immer völlig perplex wenn ich sage
    a) hab ich Zeit
    b) ich sichere Arbeitsplätze
    😛
    Am Flughafen geh ich aus demselben Grund zum Check-in Schalter. Dort muss man aber oft behaupten man wäre leider „zu blöd“ fürs Kastl.

    • SB-Kassen sind für mich absolut überflüssig. Durch die Verwendung von SB-Kassen ergeben sich keinerlei finanzielle Vorteile für die KäuferInnen, außerdem dienen sie mittel- und langfristig wohl nur dem Stellenabbau von Kassen-Mitarbeiterinnen.

      Ich halte mich da an Klaus Eckel: wenn ich schon als unbezahlte Mitarbeiterin von Spar, Billa, Obi, Ikea usw. im Einsatz sein sollte, möchte ich wenigstens zu all ihren Weihnachtsfeiern eingeladen werden.

      • Das muss wohl jeder selbst abwägen ob es einem die Zeitersparnis wert ist die SB-Kasse zu nehmen oder sich hinter 3 Omis mit Quietschenkerl anzustellen. Finanzieller Vorteil ist’s natürlich keiner, man braucht aber ein Bier weniger um den Einkaufsstress zu verdauen :)

        Einen Stellenabbau kann ich hier nicht so wirklich erkennen, siehe die ‚Aufpassmitarbeiterin‘, dann gibts sicher noch wen der das Wechselgeld wieder nachfüllen muss, die Einnahmen abholen, die Maschine warten (Bonpapier), wenns ‚Spinnt‘ repariert, usw… es ist nur eine weitere Veränderung unserer Arbeitswelt.

        Das wir alle mitlerweile unbezahlte Mitarbeiter/innen im Supermarkt sind haben wir uns doch alle selbst gewünscht. Deshalb sind alle Kreissler die einen bedient haben ausgestorben und ganze Ortskerne leer.

        • Lustig, wie schnell mancher „gestresst“, nur weil er 3 Minuten warten hat müssen. Empfehle, mal wirklich auf die Uhr zu schauen. Oft ist unser Zeitempfinden total verzerrt wen wir zur Untätigkeit verdammt sind. Und natürlich führt das zum Personalabbau. Denk an die Banken. Zuerst kam der Bankomat. Dann das e-banking. Dann Einzahlungsautomaten und Kontoauszugsdrucker. Und als letzter Schritt: Filialen geschlossen, Personal am AMS gemeldet! So schauts aus im Kapitalistenpuppenhaus.

  • >
    Choose A Format
    Personality quiz
    Series of questions that intends to reveal something about the personality
    Trivia quiz
    Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
    Poll
    Voting to make decisions or determine opinions
    Story
    Formatted Text with Embeds and Visuals
    List
    The Classic Internet Listicles
    Countdown
    The Classic Internet Countdowns
    Open List
    Submit your own item and vote up for the best submission
    Ranked List
    Upvote or downvote to decide the best list item
    Meme
    Upload your own images to make custom memes
    Video
    Youtube and Vimeo Embeds
    Audio
    Soundcloud or Mixcloud Embeds
    Image
    Photo or GIF
    Gif
    GIF format