Um Foto mit Kurz zu entkommen: Timanowskaja sprintet neuen Weltrekord


Timanowskaja läuft vor Kurz davon
Martin Meissner / AP / picturedesk.com (M)

Nur Minuten nach der Landung ihrer Maschine in Wien beeindruckte die belarussische Sprinterin Kristina Timanowskaja mit einer athletischen Höchstleistung: In einer Zeit von nur 9,78 Sekunden sprintete sie von der Ankunftshalle in die Toiletten, um einem Fototermin mit Bundeskanzler Sebastian Kurz zu entgehen. Weltrekord!

WIEN – „Es ist, als hätte mich mein ganzes Training auf diesen einen Moment vorbereitet“, ruft Timanowskaja nach ihrer Glanzleistung aufgeregt aus der Toilettenkabine hinaus. „Ich war in Topform, es hat alles gepasst, das gespenstisch-leere Fassadenlächeln dieses Slim-Fit-Ohrban hat in mir Adrenalin freigesetzt wie damals 1998, als mir im Wald in Weißrussland ein tollwütiger Schwarzbär nachgejagt ist, einfach nur irre!“

„Und? Sind Sie schon gedopt? Jo, jo?“, säuselt Kurz in die Damentoilette hinein. Er spürt die Gelegenheit für ein Pressefoto, scharrt nervös an der Tür und versucht, die Sportlerin mit einem Würfel Dextro Energy Traubenzucker anzufüttern. Ein Kurier-Paparazzo, der den Kanzler schon seit 48 Stunden durchgehend fotografiert, bricht über dem Waschbecken zusammen. Der Kanzler bleibt hartnäckig. Er versucht es mit einer weiteren Smalltalk-Attacke.

Freiheit

Timanowskaja klettert durch die Lüftung in die Freiheit und sprintet weiter in nur zwölf Minuten von Schwechat bis nach Wien-Penzing zur belarussischen Botschaft. „Dann doch lieber Straflager. Hilfe, ich befinde mich auf der Flucht vor dem irren Diktator, der mich für seine Propaganda einspannen will!“, ruft sie.

Prompt öffnet sich das Tor. Nervöse Wachleute halten Ausschau, für den Fall, dass Kurz plötzlich zwischen parkenden Autos auftauchen könnte, und scheuchen die Sportlerin auf das Grundstück. Endlich ist sie in Sicherheit vor erniedrigenden Fototerminen.

Nehammer zu spät 

Mit quietschenden Reifen bremst ein Audi A8 mit verdunkelten Scheiben vor der Botschaft. Innenminister Karl Nehammer springt heraus. „So ein Schas, wir sind zu spät. Jetzt brauchen wir wen anderen, den wir medienwirksam abschieben können, um von unseren 89 Skandalen abzulenken.“ Mehrere WEGA-Beamte schauen sich enttäuscht an und richten den Pfefferspray verzweifelt gegen sich selbst. 

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Pfefferspray gegen sich selbst 🤣

Ganz großes Kino liebe Tagespresse!
So als wäre man Live dabei ;)

grossartig. ganz grosser humor

Nur 89? Willkommen zurück!

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