Überraschung über Teichtmeister perfekt gespielt: Heimische Filmbranche für Oscar nominiert


Menschen halten Oscar-Awards in die Kamera

Österreichs Oscar-Kandidat „Corsage“ wird nach schlechter Presse heuer wohl leer ausgehen. Doch Österreichs Filmfans dürfen weiter hoffen: Die gesamte heimische Branche wurde soeben für ihre überzeugende Darstellung im Fall Teichtmeister kollektiv nominiert. KritikerInnen rechnen ihr hohe Chancen auf den Hauptpreis in der Kategorie „Bester internationaler Film“ ein.

LOS ANGELES – „Der Teichi hat mir bei einer Vernissage-Aftershowparty glaubhaft versichert, dass alle Vorwürfe falsch sind“, schallt es weinerlich aus den Boxen des Fernsehers im Sitzungssaal der Oscars-Academy. Die Jury will heute alle Kandidaten der Kategorie „Bester internationaler Film“ beurteilen. Heuer tut sich ein Favorit, der in letzter Minute eingereicht wurde, besonders hervor.

Überzeugendes Schauspiel

Ein Mitglied wischt sich Tränen aus dem Gesicht: „Diese überzeugende Verkörperung kleinbürgerlicher Austro-Mentalität, die im krassen Widerspruch steht zu den nach außen getragenen moralischen Ansprüchen an alle anderen – diese mentale Brücke überwinden nur wahre Genies… oder Schauspieler.“

Österreichs Filmbranche wendet dabei klassisches Method Acting wie aus Lee Strasbergs Lehrbuch an. Für ihre Rolle wurden alle Mitwirkenden bereits ihr ganzes Leben vorbereitet. Hunderte Castings, Produktionen und Theaterstücke ermöglichten ihnen, das Wegschauen zu perfektionieren. Hier macht sich auch die frühe Förderung junger Talente bezahlt: All jene, die besonders gut wegschauen, steigen schneller auf. 

Gänsehaut pur

„Sie haben das Von-nichts-gewusst-haben geradezu verinnerlicht, sie wurden eins mit der Rolle, die Überraschung über etwas längst bekanntes spielen sie so authentisch, dass man Gänsehaut bekommt – das ist höchste Schauspielkunst“, weiß Filmkritiker Anton Hasmann. „Klarerweise kennen wir ähnliche Drehbücher seit Jahrzehnten, daher ist die Story leider etwas zu erwartbar. Man weiß immer schon, was als nächstes passiert.“

Name unklar

Wegen der schnellen Produktionszeit kamen die Beteiligten noch nicht dazu, sich auf einen Namen für das Drama zu einigen. In der engeren Auswahl stehen aktuell „Die Jagd nach dem verlorenen Filmpreis“, „Bla Bla Land“, sowie „Das Schweigen der Männer“.

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34 Kommentare
  • Bitte solchen Typen keine weitere Bühne bieten, auch wenn es sarkastisch gemeint ist. Er ist ein Befürworter von Kindesmissbrauch und daher Abschaum.

  • Der gute Anwalt des feinen Herrn sollte auch aufhören versuchen das ganze als ‚rein digitales Delikt‘ zu verharmlosen. Bei Minderjährigen kann man auf keinen Fall so Argumentieren wie bei Pornodarsteller/innen das die das ja alles ‚freiwillig für Geld‘ machen. Dann noch behaupten er hat persönlich ja eh nichts gemacht (aber andere machen lassen und dann das Produkt konsumiert) ist schon mehr als grenzwertig.

    • Jede „Konsumation“ setzt eine Produktion voraus. Von daher würde ich auf Beihilfe zur Vergewaltigung und Beihilfe zur Produktion plädieren

    • Da hast du natuerlich recht, aber es ist doch klar, dass das nicht im Interesse des Anwalts ist. So unmoralisch es sein mag, sein Job ist es ja, das bestmoegliche fuer seinen Mandanten rauszuholen, also wird der damit nicht aufhoeren. Wenn er nicht skupellos genug waere,
      haette er den Fall ja gar nicht angenommen.

    • „Der gute Anwalt des feinen Herrn“ sollte auch aufhören versuchen das ganze als ‚rein digitales Delikt‘ zu verharmlosen
      —> STIMMT, womöglich ist der Anwalt ein lernresistentes Abstrusum mit scheinheiligen Offensiv-Strategien.
      Denn ein echter Anwalt
      ach
      gekauft
      uaschluschdingks
      ich weiss
      Das Schlimmste, was Einem Beschuldigten passieren kann, ist Einer der auf der ursätzlichen Schleimspur dahinschneckt
      au weh

  • Wegschauen bei Sauereien und Verdrängen des Unangenehmen – das gehört doch zu den Haupteigenschaften der feigen Österreicher.

    • ….Gilt leider nicht nur für Österreicher, wobei ich glaube, dass das nicht immer böse Absicht ist, sondern die Hilflosigkeit und Ahnungslosigkeit, wie man damit umgeht-und da sind die Österreicher besonders träge und feige, auch in der Aufarbeitung.

      • Das Thema ist etwas diffiziler. Es geht auch um Zivilcourage und genau hier beginnen die Probleme mit Gewalttätern. Egal ob häuslich oder einfach auf der Straße. Sich einmischen bedeutet in Ö meistens mehr Probleme für den Couragierten als für den Täter. Noch dazu werden Sie dem Täter genannt, mit Adresse usw., da Sie ja praktisch gesehen Anzeige erstattet haben. Damit werden Sie aber auch zur Zielscheibe, vor allem bei den Personen, bei denen häusliche Gewalt schon aus patriachalischen und anerzogenen Gründen vorliegt. Daher ist man eher träge und „feig“, als sich diese Probleme um den Hals zu hängen.

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