Nach seiner nicht-rechtskräftigen Verurteilung wegen Amtsmissbrauchs zieht August Wöginger die Konsequenzen und tritt als ÖVP-Klubobmann zurück. Die Entscheidung markiert für den Politiker auch einen persönlichen Meilenstein: Erstmals nahm er die ursprünglichste Aufgabe eines Parlamentariers wahr und kam einem Bürgeranliegen nach.
WIEN – Jahrelang kämpfte August Wöginger wie ein Löwe für die kleinen, einfachen Bürger, jedenfalls für die Bürgermeister, und ganz besonders leidenschaftlich für jene mit ÖVP-Parteibuch. Was die Justiz als „Anstiftung zum Amtsmissbrauch“ verunglimpfte und das Landesgericht Linz mit einer bedingten Haft und 43.000 Euro Geldstrafe würdigte, nannte Wöginger stets gelebte Bürgernähe und christlich-soziale Pflicht eines jeden Mandatars.


