Tagespresse-Investigativ: Nur 429 Menschen wollen den Messias im Kino sehen


Pongo Films (M)

Minutenlange Recherchen der Tagespresse haben ergeben: Trotz großem finanziellen Aufwand ist kaum jemand an der Rückkehr des Messias interessiert. Lediglich 429 Menschen haben zugesagt und sich ein Kinoticket für dieses Wochenende für den Kurz-Film gekauft.

Wir haben erstmals seit unserer Gründung etwas recherchiert. Genau genommen, wir haben nachgezählt – eine Premiere seit der Mathe-Matura. Wir haben alle Vorstellungen des neuen „Kurz“-Films auf den Websites großer Kinos in ganz Österreich für das kommende Wochenende unter die Lupe genommen und nach höchsten datenjournalistischen Qualitätsstandards ausgewertet. 

Das Ergebnis: Bisher wurden nur 3,2 Karten pro Vorstellung verkauft. Wird die Rückkehr des Messias zum Finanzdebakel?

Nicht weniger als 500.000 Euro soll die Produktion des Films gekostet haben, Filmförderungen wurden nicht beantragt – offenbar war man sich sicher, dass der Film ein Blockbasti wird.

Die Realität sieht anders aus. Auf den Websites jener Kinos, die den Film zeigen (Cineplexx, Lugner City), zählen wir bis einschließlich Sonntag, den 10. September, 134 angesetzte Vorstellungen in allen Bundesländern. Mit Stand Freitag 12:30 wurden hier genau 429 Karten verkauft – oder 3,2 Karten pro Vorstellung. Hier die exakte Aufschlüsselung: 

Im Burgenland und Kärnten zeigt man sich über die Rückkehr des Messias wenig erfreut. In den pannonischen Landen wurden pro Vorstellung bisher gar nur 0,67 Karten verkauft. Enthusiastischer dagegen die Oberösterreicher mit 4,88 Besucher:innen pro Vorstellung, wobei dieses Ergebnis wohl niemanden überrascht.

Über die Gründe herrscht Rätselraten. Möglicherweise war das 20-Meter-Plakat neben der Südosttangente nicht groß genug?

Bei einem Netto-Ticketpreis von 9,65 EUR erzielte der Kurz-Film damit bisher 4.138,14 EUR an Einnahmen. Auf einen einzigen Gast gingen also 1.165,50 EUR Produktionskosten drauf.

Durch dieses Einspielergebnis konnten die Kosten für einen Tag Hair & Make-Up für den Hauptdarsteller abgedeckt werden. Ob das Geld nicht besser in Kinderbetreuung oder die Patientenmilliarde fließen hätte sollen?

Man kann der Produktionsfirma nur wünschen, dass diese Kosten von einem finanzkräftigen Sponsor abgefedert werden. Unser Tipp: Lasst euch durch den Flop nicht unterkriegen liefert weiterhin sperrige Arthouse-Dokus ab. Ein Film über Gernot Blümel (Arbeitstitel: A Very Beautiful Mind) wäre längst überfällig.

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    • Viel zu umständlich, ein kleines %-Zeichen behebt doch alle Probleme !

      Nur Wien ist mal wieder etwas abartig … dort sind 227% der Kinobesucher im Kurzfilm gewesen … vermutlich ist der so gut das er 2-3 mal angesehn wird ;)

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