Chronik

Tagelang nicht von Smartphone aufgeblickt: Wiener Teenager (15) in Albanien aufgetaucht

mjth / Depositphotos, Montage

Eigentlich wollte die Wiener Schülerin Sophie (15) bloß vom Gymnasium nach Hause gehen. Doch da sie ihren Blick tagelang nur auf das Handy gerichtet hatte, kam sie niemals im elterlichen Heim in Wien-Penzing an. Stattdessen tauchte sie heute in Albanien auf.

„Scheiße. Akku leer“, dachte sich Sophie, als sie nach sechs Tagen zum ersten Mal ihren Kopf erhob. „Ich hab mir nur dacht, fuck oida was is das bitte für ein Ghetto, ich bin da ja ur in Floridsdorf oder so.“

Erst als Sophie einen Passanten fragt, erkennt sie, dass sie sich auf einem Frachtenbahnhof eines Albanischen Nerzschlachthofes befindet. Dass die Jugendliche niemandem aufgefallen war, liegt laut Behörden daran, dass auch die Grenzpolizisten in Ungarn, Serbien, Montenegro und Albanien mit dem Smartphone beschäftigt waren.

Eltern besorgt

Die Eltern der Wiener Schülerin sind erleichtert, dass ihre Tochter wieder zu Hause ist, aber auch besorgt. „Die Jugendlichen haben einfach kein Gespür mehr, wie man vernünftig und verantwortungsvoll mit Technik umgeht“, erklärt ihr Vater, gelernter Elektriker, während er eine Brotscheibe mit der Gabel aus dem Toaster holt.

Blick auf Smartphone als Gefahr

Der Fall Sophie ist glimpflich ausgegangen, doch Suchtexperten warnen immer öfter vor Unfällen, die durch Smartphones verursacht werden. „Beim Autofahren auf das Handy schauen hat den selben Effekt wie mit 0,8 Promille Alkohol im Blut“, warnt Dr. Ruth Eisner.

„Vor allem in Wien wird das zunehmend zur Gefahr. Denn zusätzlich zum gewöhnlichen Alkoholpegel bewegt sich somit jeder Smartphone-User am Steuer wie jemand mit 3 Promille durch die Stadt.”

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Milorad

    09.06.2017 um 21:06

    Kann man da bitte herausfinden, welches Handy die hatte? Der Akku hat 6 Tage gehalten! Ich glaub das nicht ganz, das ist möglicherweise ein Fake! Da les ich lieber den Guardian!

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