Strompreise explodieren: Wasser, Wind und Sonne anscheinend viermal teurer geworden


Solar und Windenergie
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Rund drei Viertel des Stroms werden in Österreich aus erneuerbaren Quellen erzeugt. Genau das fällt uns nun auf den Kopf: Die Preise für Wasser, Wind und Sonne schießen offenbar in die Höhe. Sonnenstrahlen sind am internationalen Rohstoffmarkt kaum noch zu bezahlen. Anders sind die explodierenden Marktpreise für Strom nicht zu erklären. 

WIEN – „Waaas? Sind Sie wahnsinnig! Frau Holle, bitte, was soll ich meinen Kunden sagen?“, schreit Verbund-Chef Michael Strugl in sein Handy. Seine langjährige Windlieferantin gab gerade bekannt, dass sie die Preise für den begehrten Rohstoff aufgrund der geopolitischen Lage weiter in die Höhe schrauben muss. Seine Proteste helfen nichts, er muss leider auch heuer wieder Rekordgewinne machen.

Laut „Forbes“ ist Frau Holle bereits zu einer der reichsten Frauen der Welt aufgestiegen und hat sogar Kim Kardashian (1,8 Milliarden Dollar Vermögen) überholt. Auch die Sonne, die bekanntlich aus Gas besteht, zählt mittlerweile zu den reichsten Sternen.

Windräder stehen still

Im Marchfeld und im Burgenland stehen auf Grund der hohen Preise bereits hunderte Windräder still. „Wir können uns den Wind nimmer leisten“, erklärt ein Betreiber. „Ab und zu bläst der Verschönerungsverein noch pro bono mit aller Kraft gegen die Rotorblätter, aber das is nur ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Um die Räder doch wieder in Betrieb zu nehmen, bekommen die Turbinen nun einen Kohleantrieb. Auch Häuslbauer René Schuster aus Retz denkt schon um: „Zahlt sich die Photovoltaik-Anlage am Dachl wirklich noch aus? Oder soll i an den Schornstein ned glei an klan Nuklear-Reaktor anbauen?“

Politik machtlos

Doch was steckt hinter dem rätselhaften Anstieg? „Das ist leider die freie Marktwirtschaft“, seufzt Wirtschaftsminister Martin Kocher. „Ich war selber gerade erst an der Rohstoffbörse in Chicago. Eine leichte Brise Ostwind kostet schon 350 Euro, und für sieben Sonnenstrahlen legst dort das halbe Jahresbudget hin.“

Dass der Staat eingreift und die Preise reguliert, sei laut Kocher unmöglich: „Sind Sie irre? Das wäre DDR-Staatskommunismus 4.0 deluxe! Ich rauche zwar gerne Zigarre, liebe die Hintern tanzender Frauen und lebe auf Staatskosten, aber sonst habe ich mit Fidel Castro nichts gemeinsam! Der Staat greift nur in den Markt ein, wenn es um was wirklich Wichtiges geht: Banken oder Airlines, nicht um die Frau Scheißegal aus St. Mirdochwurscht.“

Neue Partner

Flughafen Schwechat. Die Regierungsmitglieder betreten mit ernsten Mienen die Maschine, ihre Mission ist heikel. Energieministerin Leonore Gewessler blickt staatstragend aus dem Fenster. „Wenn Frau Holle nicht mit sich reden lässt, dann brauchen wir eben neue Partner. Laut unseren Recherchen gibt es auch noch ein anderes Land, wo regelmäßig die Sonne scheint: Saudi-Arabien.“

Gewessler lächelt: „Wir bleiben jedenfalls unseren Prinzipien treu und werden mit Russland keine Geschäfte machen, sondern nur mit Schurkenstaaten, deren Verbrechen gegen das Menschenrecht mehr als 4.000 Kilometer entfernt passieren, weil da ist’s wurscht.“

Dankeschön

Seit Jahren fließt Steuergeld von Millionen ÖsterreicherInnen in den Ausbau von Wasser-, Wind- und Solarkraftwerken. Teure Infrastruktur, mit der nun private Anbieter Milliardengewinne auf Kosten der Allgemeinheit machen. „Ja, natürlich wollen wir da etwas zurückgeben“, verspricht Wien-Energie-Chef Michael Strebl und legt jeder Rechnung nun eine kleine Packung „Merci“ bei – denn nichts wärmt in einem kalten Winter besser als ein Lächeln.

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Oh wie böse und so nah an einer durchaus vorstellbaren Realität!!!! 😝😝😝

Das ist die Realität.

…an der Realität…

Wieso klingt das so sehr nach einer ‚Österreichischen Lösung‘ ? „Um die Räder doch wieder in Betrieb zu nehmen, bekommen die Turbinen nun einen Kohleantrieb.“

Im Kaufhaus Österreich ist das grade der Renner – sofern die Suche es findet.

Ja klar,das ist wie der Feiertag Karfreitag, für den sich jeder einen Urlaubstag nehmen kann. Austria at its best!

Oder hat es irgendwas mit Seepocken zu tun?

Können wir nicht die Frau Verteidigungsminister schicken? Die Frau Holle wird uns noch kennenlernen.

Und sie wird sich noch wundern, was alles geht.

Sehr gut! Man wird sich im kommenden Präsidentschafts-Wahlkampf noch an so manche Zitate erinnern…

Und erst die Luft! Wenn die Luft unerschwinglich wird, rät Eleonore Gewessler dazu, halt weniger zu atmen und eventuell die gebrauchte Luft mittels Mund-zu-Mund-Beatmung an andere Mitbürger weiterzureichen. „Wir schaffen das ähm IHR schafft das sicher.“

Luftsteuer haben wir ja schon. Die könnte man jetzt auch noch raufsetzen.

Bitte nicht so hinhauen auf die Frau Gewessler… sie wird im Winter, so wie Herr Hanger und einige andere politische Granden dafür sorgend das wir nicht frieren ! Heissluftgeplapper los !

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