Ein gestern bekannt gewordenes Strategiepapier der Industriellenvereinigung und der Raiffeisen sieht vor, die meistbesuchte Nachrichtenseite des Landes, ORF.at, endlich von lästiger redaktioneller Unabhängigkeit zu befreien.
Das Papier fordert, die bekannte blaue Seite „zu einer gemeinsamen Plattform österreichischer Medien zu machen“, wie es heißt.
Eine gemeinsame Plattform – das klingt erstmal toll! Teamwork makes the dream work. Aber was heißt das jetzt in der Praxis?
„Österreichische Medien erfüllen eine zentrale gesellschaftliche Funktion: Sie prägen den öffentlichen Diskurs, vermitteln demokratische Werte und leisten einen wesentlichen Beitrag zur kulturellen und politischen Identitätsbildung der Gesellschaft in Österreich.“
Wow, volle Zustimmung! Aber wie soll das laut Bankern und Industriellen genau aussehen?



Ich gelobe auch weiterhin die Tagespresse zu unterstützen, damit das journalistische Abendland nicht ganz zugrunde geht.
Hurra, weg mit dem ORF und den Luxusgagen! FRAIE MAINUNGÄÜSSERUNK! OLLE MÜSSN GHEART WERDEN! BEIDE SEITN! Rechtsextrem ist auch nur eine Meinung uns muss erlaubt sein!
NUR TOTE SCHWIMMEN MIT DEM STROM! WEG MIT DEM SYSTEMJOURNALISMUS!
Genau so. Die Meinungsfreiheit wird genau unter diesem Jubel untergehn.
Tagespresse, wieso bringt Ihr mich die letzten Tage eigentlich regelmäßig zum weinen?
Im Übrigen gilt, was schon geschrieben wurde: die TAGESPRESSE ist das seriöseste Blatt Österreichs (eigentlich traurig).
Grusel…..