Noch genauer: ORF führt Wettervorhersage künftig mit Glücksrad durch


Wadsak vor Glücksrad
ORF

Beglückt uns morgen die Sonne, oder müssen wir uns auf Regen und Sturm einstellen? Das entscheidet ab sofort das Glücksrad. Der ORF spart die Wetterredaktion ein, Marcus Wadsak lässt ab sofort den Zufall entscheiden. 

WIEN – „Und wie wird das Wetter morgen im Waldviertel?“, lacht Wetterfrosch Wadsak und dreht am Rad. „So, gleich wird es spannend, das Rad wird langsamer… Minus 12 Grad, oder doch eiergroßer Hagel, nein, Tornados mit Tintenfischregen? Nein, auch nicht, ah, da steht die Kugel auch schon, doppelte Chance!“ Wadsack nimmt einen neuen Anlauf, die Kugel bleibt bei „32 Grad Sonne“ stehen. „Toll, damit heißt es morgen für alle Zwettler –Badehose einpacken. Bis zu 64 Grad im Schatten.“

Willkür

ORF-Chef Alexander Wrabetz lehnt sich in seinem Drehstuhl zurück. „Wir im ORF sagen das Wetter vorher wie kein anderer Sender, nämlich maximal willkürlich. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, die Wetterredaktion zu entlassen, sondern die Entscheidung getroffen wie auch sonst immer im ORF, nämlich maximal willkürlich.“

Es ist ein guter Tag für den TV-Visionär. Die Einsparung ermöglicht neue Investitionen. „Wir im ORF verfolgen Trends sehr aufmerksam. Ab Herbst gibt es deshalb ein neues Showformat, bei der Polizisten live im Studio ein heimtückisches Verbrechen aufklären müssen, die Show heißt Dancing Schas. Genial, oder?“

Genauer

Ersten Untersuchungen zufolge liegt die Vorhersage des Glücksrads zu 50 Prozent richtig. „Wir im ORF können stolz sein. Das ist um 25 Prozentpunkte höher als davor“, zeigt sich Wrabetz zufrieden und legt die Füße auf den Rücken seines Hauselfen Confetti, der vor ihm kniet.

„Noch einen, bitte“, sagt er zu Tom Turbo. Das Fahrrad mixt ihm einen Drink. „Ja, vielleicht ist Netflix auf der Überholspur. Aber wir im ORF sind auf der Aperolspur“, lacht Wrabetz. „Tolle Wortspiele, oder?“, lächelt er und wirft einem ORF-Autoren noch einen zweiten Hundeknochen hin. „Heute wird der Doppelte ausbezahlt, dein Urlaubsgeld! Friss oder stirb.“

Rotstift

Auch in anderen ORF-Abteilungen werden Maschinen bald Menschen ersetzen. „Rainer Pariasek muss leider gehen, dafür haben wir einen hochwertigen Ersatz gefunden mit beeindruckender KI.“ Stolz drückt Wrabetz einem Kinderteddybär auf die Brust, der bis zu fünf verschiedene Wörter auf Englisch beherrscht. „Auch Armin Wolf wird ersetzt, wahrscheinlich durch einen Spiegel, das habe ich meinem Kollegen Sebastian versprochen.“

Leider unersetzbar sei jedoch er selbst. „Für die Drecksarbeit braucht es halt immer noch uns Menschen“, lächelt Wrabetz und verschwindet wieder im Hinterteil eines Politikers.

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als geborener österreicher ist man natürlich aufgewachsen mit dem allem… und nimmt das alles nicht so wahr…

Bravo, eine zukunftsweisende Methode! Vielleicht sollte auch Minister Blümel sein nächstes Budget mit dem Glücksrad erstellen, wird garantiert genauer als das jetzige.
Oder man lässt überhaupt die nächsten Wahlen durch das Glücksrad entscheiden. Das wählt sicher intelligenter als die österreichische Bevölkerung.

Dancing Schas – das wäre doch was für den Bazti!

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