Selbstüberschätzung im Schneechaos: Reinhold Messner nach Begehung von Schönbrunn vermisst


Reinhold Messner

Österreich versinkt im Schnee. Doch trotz aller Warnungen ziehen die Schneemassen viele Adrenalinjunkies an, die es nicht lassen können – mit tragischen Folgen: der bekannte Bergsteiger Reinhold Messner wird nach einer Begehung des Schlossparks Schönbrunn vermisst.

Am Montag Mittag wollte er ganz alleine von der U-Bahnstation Schönbrunn zur Gloriette aufbrechen. Doch als er dort bis zum Einbruch der Dunkelheit nicht ankam, wurden die Bergretter alarmiert. Bis jetzt fehlt von dem erfahrenen Alpinisten jede Spur.

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In einer ersten Stellungnahme erklärte die Bergrettung, alles zu tun um ihn zu finden. Doch es gibt Hoffnung: „Er hat zum Glück Erfahrung mit Extremsituationen: zwei Mal Mount Everest ohne Sauerstoffgerät, drei Mal K2 ohne Sauerstoffgerät und einige tausend Dia-Vorträge vor Pensionisten mit Sauerstoffgeräten“, meinte einer der beteiligten Retter.

Das Wetter hielt die Bergretter im Dauereinsatz. Nur Stunden zuvor musste eine schlecht ausgerüstete japanische Touristengruppe gerettet werden, die im Kronprinzengarten von der Schneefront überrascht und eingeschneit wurde.

Wie es zu Messners massiver Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten kam, ist unklar. Es gibt nur einen einzigen Augenzeugen: den „Österreich“-Reporter Chris K. (33). Er konnte gerade noch aus dem Schneechaos gerettet werden, als er versuchte, den besten Wetter-Liveticker aller Zeiten zu schreiben. Jetzt liegt er unterkühlt und traumatisiert im Wiener AKH. Über seine Erlebnisse kann er noch nicht sprechen: „Ich habe zu viel gesehen“, sagt er über seinen riskanten Fronteinsatz.

Die Tagespresse erreichte einen ehemaligen Sherpa von Messner per Telefon, der sich gerade in einem Steilhang am Nanga Parbat befand. Ihm fehlten angesichts der traurigen Nachricht die Worte – möglicherweise auch deshalb, weil er kein Deutsch spricht und ebenfalls mit einem Schneesturm zu kämpfen hatte.

Nach mehreren fehlgeschlagenen Interview-Anläufen ging dem Sherpa leider sein Handyakku aus. Er schaffte es noch, uns eine SMS zu senden, die aus einem Wort bestand: „SOS“. Vermutlich ein aufmunternder Berggruß in Sherpa-Sprache an seinen vermissten Freund Messner.

(Sebastian Huber. Foto: Michael Dawes, blu-news.org / Montage)


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Vollhorst

Nuss-Nutten-Reini?!

Ritschi

Bitt Schönbrunn

zens nicht in den Schnee !

Fa. Nadara

Ursprünglich hab ich diesen Bericht für einen fake gehalten. Nach Rücksprache mit einem befreundeten Yeti bin ich jetzt aber davon überzeugt, dass es den Messner wirklich gibt

Hm..

Also die Qualität der Berichte hat in den letzten Wochen massivst nachgelassen o_O

Hab´ früher teilweise echt Tränen gelacht über eure genialen Artikel, ich hoffe ihr findet zu alter Form zurück ; )

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