Schrieb er die Dissertation? Aschbacher legt schriftliches Geständnis von „Willi“ vor


Zettel mit "Ich habe es gerollt, LG Willi"

Wurde Christine Aschbacher zu Unrecht medial vorverurteilt? Heute früh präsentierte sie ein überraschendes schriftliches Geständnis eines ominösen „Willi“. Dieser übernimmt die volle Verantwortung für sämtliche Plagiate. Aschbacher sieht sich voll entlastet.

WIEN / BRATISLAVA – Endlich ist klar, wer den hinterhältigen Angriff auf die international anerkannte Wissenschaftlerin Univ. Prof. DDr. Papst (FH) Christine Aschbacher eingefädelt hat. Das Geständnis lässt keine Zweifel offen: „Ich habe es gerollt und alles tun es komplett von vorne bis rückwärts!“, gesteht ein gewisser „Willi“ auf einem handschriftlichen Post-It, den Aschbacher heute den Ermittlungsbehörden übergibt.

„Willi“ erklärt darin: „Die falschen Annahmen von die Medien sind wie Seepocken am Rande eines Bootes, wie Ozeanherpes auf dem Schnorchel, wie Meereschlamydien in der Badehose, sie verlangsamen dich.“ Nach einer intensiven Prüfung des Dokuments durch das Investigativteam der Tagespresse, bei dem das Papier mit sämtlichen slowakischen Forschungsarbeiten abgeglichen wurde, handelt es sich um ein authentisches Schreiben.

Anstiftung

Angestiftet wurde „Willi“ demnach vom bekannten Unternehmer Stefan Arbeitsplätze bei einem Motivationscoaching für Führungskräfte in einem Craftbeer-Shop in Wien-Josefstadt. „Willi“ war bei einer Nachschau der Redaktion in seiner Wohnung nicht für eine Stellungnahme verfügbar, da er derzeit die neue Corona-Verordnung für die Regierung ausarbeiten muss, wie auch das Büro von Anschober bestätigt.

Kampf um guten Ruf

Das alles jedoch ist kein Trost für Aschbacher. Die renommierte steirische Forscherin kämpft um ihren Ruf in der Academia. Sie räumt Leichtsinn ein, denn sie wisse nicht mehr, wer zum besagten Zeitpunkt an ihrem Computer war: „Ich bin eine sehr offene Person, bei uns daheim ist das Haus nie abgesperrt, da hat eigentlich jeder Zugriff auf meinen Laptop, der ganze Ort schaut immer wieder schnell vorbei.“

In den zwei Stunden, in denen sie ihre Dissertation geschrieben hat, hätte es genug Gelegenheiten für unwissenschaftliche Manipulationen gegeben: „Willi hat in einem unbeobachteten Moment wohl die abgeschriebenen Stellen eingefügt“, erklärt Aschbacher.

Unklare Regeln

Schuld an der Misere sind laut Aschbacher aber ohnehin die fehlenden Home-Office-Regeln: „Kann ich den Arbeitslaptop daheim ungesichert rumliegen lassen? Wie setze ich die fünf Tonnen Kopierpapier von der Steuer ab? Warum ist der Arbeitsminister hier untätig? Also wie Sie sehen, bin ich unschuldig und tue das nicht gemacht!“ 

Für Aschbacher gibt es nur eine Hoffnung: Dass der neue Arbeitsminister schleunigst in die Gänge kommt. „Ich bin derzeit arbeitslos, ich bin eine Frau. Auf den Rücken von Leuten wie mir macht diese Regierung beinharte Politik.“ In der Zwischenzeit will sie aber kleinere Brötchen backen: „Heute nachmittag Einkaufen, am Abend auf der Couch relaxen und auf die E-Mail vom Nobelpreiskomitee warten.“

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Die Frau BM a. D. kann sich ein Beispiel an Hr BM Mag. phil. Blümel MBA nehmen, der hat nämlich gar keinen Laptop.

Es fehlt ihm auch sonst einiges.

Es wäre eh sehr unfair, wenn eine Ministerin einen Doktortitel hätte und ihr Bundeskanzler nicht einmal eine Berufsausbildung.

Welchem zauberhaft zarten Wesen entspringt das wonnigliche Bild „…wie Meereschlamydien in der Badehose…“ Tränen der Rührung, während ich voll der Inspiration zum Hörer greife, um in Stockholm meine glühende Empfehlung für den Literaturnobelpreis 2021 abzugeben.

Und wie immer – 5 gegen Willi. Der arme.

Am besten gefällt mir die Passage mit KOpapier. Hab ich so noch nicht bedacht. Wenn man es nicht hat ist man K.O. Oder schreibt Willi auch für die Tagespresse?

Hab da beim ersten Mal drüberlesen „Klopapier“ gelesen 😅 apropos: kann ich das auch von der Steuer absetzen? 🤔

Wenn Sie es ausschließlich dienstlich verwenden: Ja

ja und bei beidseitiger Verwendung liegt der Erfolg auf der Hand

es waren 4, nicht 5

Free Willi (oder three Willi, Prost!)

Kopierpapier ;-)

Na servas – das ein freudscher! Danke für die Korrektur des Lesefehlers!

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