Schon wieder: Demokratieversuch in britischer Ex-Kolonie endet im Bürgerkrieg


Randalierer im US-Kapitol
SAUL LOEB / AFP / picturedesk.com

Die Geschichte wiederholt sich: Nach Irak, Palästina, Zypern, Jemen, Indien, Sudan und Uganda ereilt jetzt die nächste ehemalige britische Kolonie ihr unvermeidbares Schicksal. Das Dritte-Welt-Land „USA“, das zwischen Mexiko und Kanada liegt, schlitterte gestern in den Bürgerkrieg. Historiker fragen, wann die Briten endlich aus ihrer Geschichte lernen.

WASHINGTON – Groß waren die Hoffnungen, als die USA vor nicht einmal 250 Jahren ihre Unabhängigkeit von den Briten erklärten. Doch das zarte Pflänzchen der Demokratie wurde gestern wie schon so oft davor von einer wütenden Meute, aufgehetzt durch einen nationalistischen Warlord, totgetrampelt.

Der faschistische Diktator Donald Trump, offensichtlich ein Fantasiename, hetzte seine schwer bewaffneten Anhänger in einer psychopathischen Rede auf, das improvisierte „Parlament“ zu stürmen. Die unzureichenden Stützpfeiler der Demokratie – ein Drehkreuz am US-Kapitol und ein Donut-essender Polizist, der mit den Putschisten Selfies machte – können die Meute nicht stoppen.

Die Nachrichtenlage ist chaotisch, die Behörden verhängten eine Ausgangssperre. Zu allem Überfluss wütet in den USA derzeit eine tödliche Seuche, die das schwer unterentwickelte Gesundheitswesen heillos überfordert und sich ungezügelt ausbreitet, da die Bevölkerung die Wissenschaft ablehnt und lieber auf wirren Voodoo-Zauber wie „Jesus Christus“ oder „die unsichtbare Hand des Marktes“ vertraut.

Verfehlte Kolonialpolitik

„Unsere fehlgeleitete Kolonialpolitik fällt uns jetzt auf den Kopf“, warnt die britische Historikerin Jane Brighton. „Wir dürfen solche primitiven Hinterwäldler nicht ihrem eigenen Schicksal überlassen und hoffen, dass sie selbst eine so hochentwickelte Demokratie entwickeln wie unsere“, sagt sie und verabschiedet sich aus dem Zoom-Call, weil das Internet seit dem Brexit rationiert werden muss.

Militärische Intervention?

Der Irak denkt als erster Staat offen über eine militärische Intervention und den Sturz des US-Diktators nach. „Die USA haben Massenvernichtungswaffen gelagert, ein antidemokratischer Psychopath hat die Nuklear-Codes, wir können hier nicht länger zuschauen“, so der irakische Intellektuelle Saddam Hussein. Serbien und Afghanistan signalisierten ihre Zustimmung und wollen jetzt Blauhelme nach Washington entsenden. 

Hoffnung

Zumindest einen Teilerfolg konnte die amerikanische Polizei verbuchen, der Hoffnung macht: Es kam während des Putsches zu null Beschädigungen von Mistkübeln durch Black-Lives-Matter-Demonstranten. Während des Sturms auf das Kapitol kesselten 4000 Polizisten drei Kilometer entfernt rechtzeitig eine verdächtige 16-jährige Schülerin mit Martin-Luther-King-Shirt ein.

Kurz besorgt

In Österreich blickt man besorgt auf den Unruheherd USA. Kanzler Sebastian Kurz findet die richtigen Worte: „Die Bilder schockieren mich. Man darf Faschisten nie bewaffnet ins Parlament eindringen lassen, man rollt ihnen den roten Teppich aus und regiert mit ihnen.“ Er will noch heute persönlich im Kapitol anrufen, um den Aufstand zu beenden.

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je schlimmer die Nachrichten, desto mehr blüht die Tagespresse auf 😱😅

Es wird immer schwieriger die Tagespresse von der „echten“ Presse zu unterscheiden 😱

Bei DER momentanen Lage in der Welt kaum verwunderlich – die Tagespresse ist nicht zu beneiden.
Die Realität läuft ihr bald den Rang ab.

Ich dachte, ihr seid ein Satiremagazin und keine Tageszeitung. 🤔

Satire macht der Kurz (er weiß es nur noch nicht)

Der Finanzminister ist sein bester Gag!

Tja, falsch gedacht. :-)

Die Aussage Kurz‘, dass man Faschisten den roten Teppich ausrollt und mit ihnen regiert, ist aber leider Realität, keine Satire, sorry

Gestern wars der Blaue, heute der Grüne und morgen der Rote.
Rendi kriegt schon feuchte Augen vor Entzückung und das, obwohl sich der rosa Teppichlieferant schon länger in der Warteschlange steht.

Bearbeitet von Laptopkinderwagen

Ein guter Vorrat an Resignation ist überaus wichtig als Wegzehrung für die Lebensreise.
Arthur Schopenhauer

sry für das Typo, der letzte Satz sieht stümperhaft aus.

Sagenhaft!!!! Der Blickwinkel des irakischen Intellektuellen Saddam ist der Heuler!!!! Blauhelme nach Washington….ich mach mir gleich in‘s Hemd…..

Da gab es doch mal einen köstlichen Cartoon „The Lord of the oil“ mit Saddam Hussein als Frodo, Donald Rumsfeld als Gollum ,…

Vor allem muss Österreich sofort Sanktionen gegen die Vereinigten Staaten von U, S und A verhängen, Einreiseverbote gegen dessen Bürger (eh alle Covid) und die Konten des Machthabers sperren. Sofort!

Zumindest ist sein Twitter-KONTO schon gesperrt…

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