Rührend: Hunderte Spender leeren kiloweise Zucker vor Plachutta-Restaurant


Mario Plachutta kullern die Tränen, doch Wien will sie trocknen: nachdem ein slowakischer Zuckerdieb die Lagerbestände des Restaurants gegen alle Vorschriften um 50 Gramm reduziert hatte, rollt jetzt eine Welle der Hilfsbereitschaft durch die Stadt.

Hunderte Menschen kamen aus allen Ecken Wiens um Staubzucker, Kristallzucker und sogar edlen Rohrzucker vor das Restaurant an der Wollzeile zu leeren. Alt und jung, arm und reich: alle haben sie ein Herz für Plachutta, der schon so viel ertragen musste. Am Vormittag hatte sich bereits ein mehrere Meter hoher Berg vor dem Restaurant gebildet.

Die Spender wollen weder Dank noch Anerkennung. Die Gewissheit, einem notleidenden Gastronomen zu helfen, reicht ihnen völlig aus. „Als ich von der Geschichte hörte, kratzte ich ohne zu zögern meine letzten Zuckervorräte zusammen. Da kann man doch nicht zuschauen“, erklärte ein älterer Herr, ehe er wieder im Dickicht der Großstadt verschwand.

Mario Plachutta selbst zeigte sich tief berührt von der Hilfsbereitschaft der Menschen: „Frühmorgens rief mich ein Mitarbeiter an und sprach von einem Zuckerberg vor dem Restaurant.“

Im Glauben, Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wolle auch endlich seinen berühmten Tafelspitz probieren, eilte Plachutta zum Restaurant. Doch als er den riesigen Haufen Zucker erblickte, fiel er seinem Mitarbeiter in die Arme, ehe er ihn feuerte weil er ihn schon so früh angerufen hatte.

Nun will Plachutta seine verbliebenen Mitarbeiter am Glück beteiligen: „Es gibt Zucker für alle. Also, einen Teelöffel pro Person. Für Slowaken einen halben.“

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Zucker

Sehe ich das richtig : „A“ bestiehlt “ B“ .
„B“ wehrt sich und wird plötzlich medial zum Bösewicht. ?!?

roman g

Absolut richtig!
Und der skandal geht ja noch weiter:
Wenn das nächste mal der „c“ während der arbeitszeit ein privates telefongespräch führt, dann darf der „b“ dem „c“ nichteinmal mehr in die goschn haun! Weit hammas bracht!

What for?

Das Foto ist aber auch ein richtig schlechter Fake – da hätte ich mir etwas mehr Detailliebe in Photoshop erhofft.

zuckerspender

danke für den artikel :)
wir brachen in tränen (vor lachen) aus und haben uns entschlossen auch noch zucker zu spenden, obwohl wenn wir nicht in wien sind

felicitas kirchmair

ich wundere mich nur, welche kommentare da abgegeben werden, die meisten haben überhaupt nicht verstanden, um was es da dem chef gegangen ist!!!!! es geht da nämlich nicht nur um das bisschen zucker …… die leut sollen ihr hirn a bissal anstrengen und am besten net so einen dummes zeug von sich geben.

hahahaha

Er hat sich damit seinen Kaffe gezuckert, Sie sollten sich Ihren eigenen Rat zu Herzen nehmen!

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