Regierung erreicht Klimaziel: Kein Plastikmüll in österreichischem Meer


Meeresküste vor Wien
Umweltministerium (KEINE MONTAGE)

Wenigstens auf einem Gebiet kann die Regierung einen wichtigen Klima-Erfolg verbuchen: Laut einem Bericht des Umweltministeriums gelangten heuer null Tonnen Plastikmüll in das österreichische Meer. Durch die geringere Menge an Kunststoff wurden weniger Treibhausgase im Ozean freigesetzt. 

WIEN – Jubelstimmung herrscht heute auf einer Pressekonferenz im Tankstellencafe am Schwedenplatz. „Während im Atlantik und dem Pazifik tonnenweise Plastik schwimmen, ist der austriakische Ozean weiterhin sauber“, freut sich Umweltminister Dieter „Dieseldidi“ Diesel und präsentiert hochauflösende Fotomontagen herrlicher Korallenriffe zwischen Scheibbs und Amstetten.

„Auch in puncto Atomtests, Pestizideinsätzen auf Bananenplantagen und Kryptonitabbau im Weltall stehen wir vorbildlich da. Prost, eine Lokalrunde auftanken geht auf mich!“

Klima-Guthaben

Da Österreichs Meer sauber gehalten wurde, darf sich die Regierung in anderen Bereichen gehen lassen: „Dass die Donau inzwischen nur noch zweitgrößter Fluss des Landes ist, hinter der großen Glyphosatrinne, die das Marchfeld vom Weinviertel trennt, das ist natürlich ein Wermutstropfen. Aber dank unserer sauberen Meere dürfen wir uns diesen kleinen Ausrutscher erlauben.“

Auch auf anderen Gebieten gibt es gute Nachrichten. Österreich ist inzwischen das erste Land der Welt, in dem es mehr SUVs pro Haushalt gibt als die noch viel klimaschädlicheren Kinder. Außerdem wird die Gletscherschmelze in fünfzig Jahren gegen Null gehen, weil es dann keine Gletscher mehr gibt. „Die Statistik spielt uns da in die Hände“, lacht Umweltminister Dieseldidi und sprüht sich einen FCKW-Spray in sein schulterlanges Haar. „Das Ding ist aus den 80er Jahren, Vintage, quasi pure Natur!“

Internationaler Jubel

Sogar Greta Thunberg gratuliert: „Die österreichischen Meere sind so sauber, das ist fast zu schön, um wahr zu sein“, freut sie sich, während sie etwas irritiert auf Google Maps zwischen Großglockner und Wien nach einem großen blauen Fleck sucht. Die Klima-Aktivistin wollte der Regierung persönlich gratulieren, steckt jedoch seit gestern Vormittag in der U1 fest.

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Ein Hoch dem Tagespresseteam für die tägliche Dosis Antidepressiva! Merci, Merci, Merci

Ehre, wem Ehre gebührt!
„Umweltministerin“ Frau Dipl.Ing. Maria Patek hätte hier durchaus samt ihrer kompetenztriefenden Vorgängerin Köstinger Erwähnung finden können.
„Dieter „Dieseldidi“ Diesel“ klingt dagegen deutlich zu seriös.

Heißt das, dass die montags nie und nicht arbeiten?

Madrid beobachtet hättest, wüsstest du längst: »Gearbeitet wird nur noch Freitags und nichts mehr geht.«

Herrlich! Danke.

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