Regierung atmet auf: Endlich Abnehmer für Eurofighter gefunden


Karte eines Gebrauchtwagenhändlers steckt im Eurofighter
Szalay Gábor/Wikimedia, Montage

Ein kollektives Aufatmen ging beim heutigen Ministerrat durch die Regierungsbank. Endlich meldete sich ein Interessent beim Bundesheer, der die Eurofighter kaufen will. Ein erstes Anbot wurde heute Morgen an einem der Flugzeuge entdeckt.

ZELTWEG – „Als ich meinen Eurofighter heute früh wie jeden Morgen um sieben Uhr zur Reparatur schieben wollte, hab ich plötzlich eine Visitenkarte von einem seriösen Anbieter an der Cockpittür gefunden”, erklärt Verteidigungsministern Klaudia Tanner.

Deal

Die Verhandlungen erwiesen sich allerdings als zäh, berichtet Finanzminister und Chefverhandler Gernot Blümel: „Ich hab gleich bei dem Herrn Sofort-Bargeld-24 angerufen. Der nette Herr Bargeld-24 hat mir dann 500 Euro pro Stück geboten. Da hab ich gesagt: Niemals, ich hab jahrelang 2-Minuten-2-Millionen studiert, ich weiß wie man verhandelt. 400, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben uns dann in der Mitte getroffen und auf 350 geeinigt, die ich ihm gleich überwiesen habe.“

Für afrikanischen Markt

Die Tagespresse trifft den nigerianischen Schrotthändler Ochuko Goodluck auf einem Abstellplatz in Wien-Simmering. Er hat die Eurofighter gekauft und bereut dies bereits nach einem ersten Blick unter die Motorhaube. „Oh Gott, oh Gott, Mother Lord Jesus! Da drinnen schaut es ja schlimmer aus als in jedem Honda Civic.“

Goodluck macht sich an die Arbeit. „Ich such mir im Wald ein paar Äste und mach damit die Achsen neu. Und das Billasackerl da stopf ich zusammen und verwend es als Reifen, dann kann ich das Ding zumindest mal nach Lagos bringen.“

In Afrika sind die Eurofighter laut Goodluck derzeit gefragt: „Die Leute verwenden sie als Eselskarren, Kinderspielzeug, Schattenspender oder Sarg.“ Das österreichische Modell stellt bei der Reparatur aber selbst einen ausgefuchsten Profi wie Herrn Goodluck vor neue Hürden: „So eine Sonderausstattung hab ich noch nie gesehen. Keine Gurte, dafür aber ein extra großes Handschuhfach, in das auch Geldkoffer passen.“

Fehlkauf

Der Fehlkauf aus dem Jahr 2002 nagt an Tanner. Um endlich herauszufinden, wer hinter den Decknamen Lüssel, Laider und Lasser steckt, will sie die klügsten Köpfe im Verteidigungsministerium zusammenziehen. Eine Taskforce bestehend aus drei Tauben am Fensterbrett vor ihrem Büro sollen jetzt für Klarheit sorgen.

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Bester Tagespresse-Artikel des Jahres bisher.

gerade nochmal gerettet.
Wenn ich schon Phrasen wie „aller Zeiten“, ‚ever‘ etc. höre, weiß ich, welch über- und oberdummen Menschen ich vor mir habe.

Super Artikel ?

ich will auch einen eurofighter als sarg …

Wer nicht?

Die Piloten!

???

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