„Haben mit Gedicht nichts zu tun“: Ratten distanzieren sich von FPÖ


Für Aufregung sorgte am Osterwochenende ein „Rattengedicht“ der FPÖ. Nun melden sich erstmals die Ratten zu Wort. Sie hätten mit diesem „niveaulosen und hetzenden Schund“ nichts zu tun und distanzieren sich von der FPÖ.

BRAUNAU / KANALISATION – „Wir sind soziale Lebewesen“, erklärt der Sprecher der Ratten gegenüber Journalisten. „Wir helfen anderen Ratten. Jede Ratte ist gleich viel wert. Mit diesen tollwütigen Faultieren und besoffenen Aasgeiern von der FPÖ haben wir nichts zu tun.“ Die Interessensvertretung der Ratten prüft rechtliche Schritte wegen Rufschädigung und Ehrenbeleidigung.

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Auch prominente Ratten gehen auf Distanz zur FPÖ: „Die Qualität des politischen Diskurses erreicht einen neuen Tiefpunkt. Uns auf eine Stufe mit der FPÖ zu stellen, das ist widerlich und abstoßend“, erklärt Rolf Rüdiger besorgt in einer Instagram-Story, während er im Wienfluss in einem Klumpen feuchter Toilettentücher nach einem Abendessen sucht.

FPÖ versteht Aufregung nicht

Die Braunauer FPÖ versteht die Aufregung nicht. „Braunau hat ein historisches Erbe, das behutsam gewahrt werden muss. Wir sind die stolze Heimat Hitlers. Noch heute spürt man seinen Geist hier“, zeigt sich FPÖ-Vizebürgermeister Schilcher stolz. Derzeit arbeitet der gelernte Misanthrop mit dem Tourismusverband an der Kampagne „Braunau – Urlaub bei Nazifreunden“.

Die Aufregung um das Gedicht versteht Schilcher nicht: „Ich habe bloß das Leben aus der Sicht eines Tieres geschildert. Und wer bitte kennt sich besser aus in der braunen Kloake, als wir von der FPÖ?“

Kritik von Kurz

Harsche Kritik an diesem weiteren FPÖ-Skandal kommt von Bundeskanzler Sebastian Kurz. Wie jede Woche erscheint er pünktlich um 10 Uhr früh zur Pressekonferenz „Klarstellung des aktuellen FPÖ-Einzelfalles“.

Der Kanzler unterdrückt kurz sein Lachen, wird dann ernst: „Migranten mit Tieren zu vergleichen ist abscheulich. Migranten sind Invasoren, Eindringlinge, Minderleister, Tachinierer, Untermenschen und Faulis, aber sicher keine Ratten. Sie haben ja weder Fell, noch Schwanz. Dieser Vergleich ist absurd. Danke für‘s Zuhören und bis nächste Woche.“


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bernhard

Das ist alles so traurig. Wenn die Satire schon so derart rabiat werden muss, um sich noch von der Realität abheben zu können.

diese realität

hat das wahlvolk verbrochen

Da Rotz mant:
Konrad

Na, zum Glück hat diese Firma da nicht die „Rotis Semi Sans“ genommen, sondern die „Rotis Sans Serif“.

Was ist das,

was Sie da beschreiben?
Rotis …?

Die wilde Hilde

Manche glauben,
die Welt sei ein Spiel;
sie sind es,
auf die diese Welt
verzichten kann.

KEA, ein ganz komischer Vogel

Franz H.

Das nennt man: Selbstüberschätzung.

Eva de la jungla

Wenigstens gibt es wieder Satire, das macht das Leben mit solchem Polit-Abschaum ein wenig leichter.

Xela

Wie lange noch?
Siehe ORF…

Jakob Leithner

Auch die Ratten aus Rattatouille haben sich gegen den Vergleich öffentlich gewehrt und den österreichischen Ratten ihren Beistand zugesichert…

und nach Paris zu den gilets jaunes eingeladen!

BretzelFreund

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