Personalmangel: Krankenhaus holt Klinikclown aus Pension zurück


Strache
Isabelle Ouvrard / SEPA.Media / picturedesk.com

Die Corona-Lage bringt Österreichs Spitäler an die kritische Grenze. Um die Engpässe zu überbrücken, versuchen immer mehr Krankenhäuser, pensioniertes Personal aus dem Ruhestand zurückzuholen. Das Wiener AKH reaktiviert nun den langjährigen Berufsclown „HC“, der den PatientInnen dort immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte.

WIEN – Strache seufzt, als er den Primar vor seinem Wohnhaus erblickt. „Was wollt ihr von mir? Ich bin schon lange raus aus dem Business. Was auch immer es ist, ich bin nicht interessiert.“ Der Primar lässt nicht locker: „Ein letzter Job, dann hörst du nie wieder von mir. 8 Euro pro Stunde.“ Strache schaut auf. „7 Euro, minus Trinkgeld.“ Der Arzt wirft ihm ein paar Münzen in seine geöffnete Sporttasche und lächelt: „Wir haben einen Deal.“

Strache schminkt sich seine Tränensäcke mit einer Maler-Rolle, pudert sich Gesicht und Nase, trinkt fünf Vodka-Bull damit seine Nase rot glüht, und setzt sich eine bunte Perücke auf. Er ist wieder da.

The Gang is back

„Zeit, die alte Crew zusammenzutrommeln.“ Strache reißt die aufgeklebten Slogans vom FPÖ-Gangbangbus, darunter kommt sein altes Clownmobil zum Vorschein. Er steigt ein, fährt zu einem Laufhaus und hupt. Robert Lugar reckt seinen Kopf aus dem Fenster. „Hey! Robert! Ich bin’s, HC steht wieder für Horrorclown! Ich brauch dich für–“ „Passt, bin dabei! Obwohl mir der Job im Laufhaus eigentlich taugt“, schreit Lugar.

Das Clownmobil rast weiter, an der Tankstelle am Wiener Gürtel steigen Karl Baron und Christian Höbart zu, die dort hauptberuflich als Scheibenwischer arbeiten. Das Dreamteam ist wieder vereint.

Patienten zufrieden

Auf der Intensivstation geht die Tür auf. „Hallihallo, servus, MFG, na alles fit im Schritt, alles Roger in Kambodscha?“, lacht HC, während er mit einer Hofnarrenpuppe, die ihm sein Freund Ferdinand geborgt hat, ins Zimmer kracht. „MFG…“, haucht ein Intensivpatient und oberösterreichischer Lokalpolitiker schwerfällig zurück.

Ein Zimmer weiter. Ein schwerkrankes Kind starrt traurig die Wand an. HC setzt sich an die Bettkante, lächelt. „Na, willst du mal was komplett Lächerliches zum Totlachen hören?“, sagt Strache, setzt sich seine Lesebrille auf und zückt seine Autobiografie. „Ich kam am 12. Juni 1969 in Klosterneuburg in Wien zur Welt. Dann hat mir jemand K.O.-Tropfen in die Muttermilch geleert, weil ich kann mich seither an nix erinnern und null Verantwortung übernehmen. Buch aus, Ende!“

Ein Tag geht zu Ende

Fünf Stunden später, der Einsatz ist zu Ende. Zehn Patienten sind heute an Corona gestorben, elf vor Langeweile nach Gesprächen mit dem Klinikclown Lugar. Sein Chef HC wirft die durchgeschwitzte Clownsperücke in den Spritzen-Papierkorb und probiert sich durch den Medikamentenschrank des Anästhesisten.

Er selbst habe ein entspanntes Verhältnis zum Jenseits. „I bin scho so viele politische Tode gestorben, i fürcht mich nicht mehr vor dem was kommt, außer vor Frühstück bei mir mit Claudia Stöckl, dann bitte doch lieber sterben“, gesteht der jetzt sehr traurige Clown offen. Sein Blick fällt nochmal auf den Papierkorb, er fischt sich die Perücke wieder heraus. „Die geht bei Willhaben sicher no um 2 Euro weg…“

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Wenn der hc wirklich einmal im Krankenhaus arbeiten würde, wäre er zum ersten Mal in seinem Leben relevant für das System

Jede Putzfrau ist wichtiger als dieser Gauner!

Putzfrauen sind relevanter als die meistenn Bürotantnan

Allein die Vorstellung davon im Krankenhaus vom HC heimgesucht zu werden erzeugt in mir soviele Bitterstoffe das Covid und die Zombieapokalypse garantiert davonrennt …

Liebe Tagespresse: auf diesen Satz: „Dann hat mir jemand K.O.-Tropfen in die Muttermilch geleert, weil ich kann mich seither an nix erinnern und null Verantwortung übernehmen. Buch aus, Ende!“, hat Strache kein Monopol. Basti, Blümel, Nehammer, Kickl, Graf Schalenberg und die anderen Gruselclowns haben die gleiche Biographie ( außer das Geburtsdatum ).
Ich hoffe, im Falle eines Impfdurchbruchs, dass mir diese Gestalten im Spital erspart bleiben und für alle anderen hoffe ich das selbe. Je weniger diese Gruselclowns in der Öffentlichkeit präsent sind, desto besser geht’s dem Volk

Bearbeitet von Oidageiga

Da Blümel hat sogar das wieder vergessen …

Hatze hat leider keine Zeit, er hat bei einem Wiener Dachdecker als Gehilfe angeheuert:

https://www.derstandard.at/story/2000131416587/spoe-bezirksrat-bietet-strache-arbeit-als-dachdeckerhelfer-an

😂

Geh, das ist nur Nachtreten von da SPÖ auf jemanden der schon am Boden liegt ! (SATIRE !!)
(Jemand hat denselben Kommentar ernsthaft auf derstandard.at gepostet)

Silberstein!

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