Perfider Plan zur Machtergreifung: FPÖ will sich zurücklehnen und Regierung machen lassen

APA-Images / APA / GEORG HOCHMUTH

Geleakte interne Papiere der FPÖ enthüllen einen perfiden Plan zur Machtergreifung. Führende Spitzen der Partei wollen sich die nächsten Monate koordiniert zurücklehnen und die Regierung einfach machen lassen.

WIEN – Der bisher unbekannte Plan trägt den Codenamen „Operation Popcorn“ und wurde von Journalisten zufällig auf der Rückseite eines Bierdeckels gefunden. Er skizziert nichts weniger als das skrupelloseste politische Manöver der Zweiten Republik.

Angeführt von Herbert Kickl will die Partei bis zum nächsten Wahltermin jede Oppositionsarbeit einstellen und entspannt dabei zusehen, wie die Regierung ihre Arbeit erledigt. 

Aktives Zurücklehnen

Dank der Paketsteuer und der geplanten Streamingabgabe müssen die Freiheitlichen derzeit keinen Finger krümmen und überflügen dennoch alle anderen politischen Mitbewerber in den Umfragen. 

„Wir haben alle Szenarien durchgespielt“, erklärt ein Partei-Insider. „Jede Oppositionsarbeit unterbricht die Entstehung der nächsten Fantasie-Abgabe oder den Start einer Obmanndebatte. Wir gewinnen viel mehr, wenn wir uns aktiv zurücklehnen, Tee trinken und der Regierung bis zur nächsten Wahl bei der Selbstsabotage zuschauen.“

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Das FPÖ-Papier sieht drei Stufen vor. Auf die erste Phase „Zuschauen“ folgt im Wahlkampf die Phase „Zurücklehnen“, und schließlich am Wahltag die finale Phase „Endsieg“. Sollte die FPÖ in der Regierung scheitern, was nach optimistischen Parteiprognosen nach einem Jahr passieren wird, folgt die Phase „Zyankali“.

Oppositions-Outsourcing

„Man spricht hier von einem Reverse-Wahlkampf“, analysiert Politikwissenschaftlerin Dr. Veronika Andorfer. „Je weniger Kickl selbst sagt, desto mehr steigen seine Werte. Forscher nennen das den ‚Die-anderen-deppert-reden-lassen-und-Nasenbohren-Effekt‘.“

Kickl brachte seine Funktionäre bereits auf Linie und ging beispielhaft voran. „Warum sollte ich meine Bergtouren opfern, um mit unseren ungeduschten Wählern in irgendeinem idiotenverseuchten Inzestkaff stundenlang über die Paketsteuer oder die Genspritze zu diskutieren“, wird Kickl in einer internen Sitzung zitiert.

Der Parteichef hat sich bis auf Weiteres ins Privatleben zurückgezogen. Er will in den kommenden Monaten Sauerteigbrot backen und Kraft in seinen geliebten Bergen tanken. Zusätzlich hat er einen Tanzkurs an der Volkshochschule belegt, begonnen zu stricken und über den Winter eine mehrmonatige Reise nach Patagonien gebucht.

Stocker entschlossen

In der Regierung sorgt der Plan für empörte Kritik. „Das ist der Gipfel des Zynismus“, erklärt Kanzler Christian Stocker. „Wenn der Herr Kickl glaubt, er kann uns die Arbeit überlassen, hat er sich geschnitten. Wir ziehen unseren Herbst der Ergebnisse jetzt gnadenlos durch. Am Ende wird die FPÖ schön schauen, wenn sie dann plötzlich die Absolute hat!“

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  • Genau genommen macht nicht die Regierung die Arbeit für die FPÖ, sondern die sogenannten „Systemmedien“, ORF inklusive, die nicht müde werden, die Regierung in den Dreck zu ziehen und die nicht merken, daß sie sich dabei zum nützlichen Idioten von Kickl machen. Was Kickl als VoKaKi dann mit ihnen macht, das steht auf einem anderen Blatt.

    • Die haben leider aus der Vergangenheit nicht gelernt. Das mindeste was passieren wird ist, das sämtliche Chefredakteure durch FPÖ’ler ersetzt werden. Wer sich nicht ersetzen lassen möchte, wird halt enden wie zb. ein Fritz Gerlich. Selbst jetzige Gehilfen, die jetzt scharf gegen die Regierung schießen sollten sich nicht sicher fühlen, Ihnen sei das Schicksal von Carl von Ossietzky in Erinnerung gerufen. Durch seinen Investivativjournalismus kam er bereits zum Ende der Weimarer Republik ins Gefängnis und die Nazis sagten auf ihre einzigartige Weise „Danke“.

      • Kickl und Haimbuchner haben auf dem politischen Aschermitwoch ja schon angekündigt, was passieren wird: „Dann werden wir in den Schreibstuben einmarschieren und für Ordnung sorgen. Da wird’s Verletzte geben!“
        Das sollte doch zu denken geben.

    • Naja bei dem Schwachsinn den diese Regierungen fabriziert kann man jetzt ned dem ORF die Schuld geben wenn dieser über besagten Schwachsinn berichtet …
      Der ORF zieht die ned durch den Dreck, er berichtet nur davon das die von einem Fettnäpfchen und einer Gatschlaken in die nächste hupfen.
      Die Schuld ist bei den Parteien und Handelnden selbst und das sollten diese mal einsehen und entsprechend reagieren und ned auf den ORF ausreden …
      Was wär die alternative das der ORF die Goschen hält oder Fakenews produziert damit die Unfähigkeit der Regierung in einem Zeitalter mit diversen alternativ Medien hoffentlich niemanden auffällt ?

      • Die Regierung tut das, was sie im Rahmen der von Brüssel verordneten Maastricht-Kriterien tun kann. Im Zuge der Corona-Pandemie wurden die Maastricht-Kriterien ausgesetzt und die Staaten durften soviel Geld ausgeben, wie nötig war. Allerdings handelte es sich dabei nicht um Geld von der EZB, sondern um Kredite. Seit 2024 sind die Maastricht-Kriterien wieder in Kraft und alle Staaten versuchen krampfhaft, die Kredite zurückzuzahlen und nebenbei das zu machen, was ein Staat halt so machen muß. Darüber liest und hört man allerdings nichts.

        Wenn man das, was die Regierung aktuell macht als Schwachsinn bezeichnet, wie würde man das nennen, was ein Kickl jetzt machen würde?

    • Na ja, es ist nicht die Arbeit der Medien, die Regierung gut aussehen zu lassen. Eine gewisse kritische Grundhaltung schadet wohl in dem Beruf nicht, aber grad der ORF ist doch eher auf der Seite der „Ausgewogenheit“, wenn objektive Berichterstattung vielleicht sinnvoller wäre.