„Omega Waldmeidling 49K Centauri“: James-Webb-Teleskop findet Heimatplanet von Kurz


Kurz-Alien winken in die Kamera
Alex Halada / picturedesk.com (M)

Dank des James-Webb-Teleskops kann die Menschheit so weit wie nie zuvor ins Weltall blicken. Jetzt vermeldet die NASA einen ersten Erfolg. Zwar gibt es noch keine Hinweise auf die Existenz von intelligentem Leben im All. Dafür liefert das Teleskop erste detaillierte Aufnahmen des Heimatplaneten „Omega Waldmeidling 49K Centauri“ von Sebastian Kurz.

WASHINGTON, D.C. – Die Forschergruppe lauscht gebannt. Vor wenigen Minuten hat sie via Radiowellen den Kontakt mit „Omega Waldmeidling 49K Centauri“ aufgenommen. Nach 30 Minuten reagieren die Waldmeidlingianer mit der höflichen Rückfrage, ob man schon Mittag gegessen habe. Jubel bricht aus. Die Astronomin Alexandria Pérez beantwortet die Frage mit: „Jo! Jo!“ 

Durch das Teleskop können Pérez und ihre KollegInnen die Waldmeidlingianer bei ihrem täglichen Leben beobachten. Jeden Morgen überziehen sie ihre Haare und ihre Fühler mit einem zähen Schleim. Warum genau sie das tun, ist unklar. 

Matriarchale Gesellschaftsform

Durch ein ausgeklügeltes System an Unterstützern, zu denen sie in einer transaktionsförmigen Beziehung stehen, die an Prostitution erinnert, schaffen sie es rasend schnell an die Futtertröge. „Es ist faszinierend, dass die Waldmeidlingianern offenbar in einer Art Matriarchat leben. Sobald es ein kleines Problem in der Nahrungsbeschaffung gibt, rufen sie nach ihrer Mama, die sie verteidigt“, erzählt Pérez.

Außerdem kümmert man sich auf „Omega Waldmeidling 49K Centauri“ liebevoll um den Nachwuchs, die Erziehungsarbeit wird gleichberechtigt geteilt. „Egal, wo man hinschaut: Es fahren überall Kinderwagen herum.“

Reinlichkeit

Die rätselhaften Lebewesen des Planeten legen großen Wert auf Hygiene. Auf den Aufnahmen sind keinerlei Rückstände von Dreck oder Müll zu erkennen: „Auf diesem Planeten hatte das gegenseitige Anpatzen bereits vor Milliarden Jahren ein Ende. Außerdem schreddern sie ihren Müll mindestens dreimal.“

Auch Spiritualität und Religion wird auf dem Planeten groß geschrieben. Doch die Waldmeidlingianer glauben nicht an Gott, sondern an andere imaginäre Wesen wie die „Patientenmilliarde“ und „Impf-Turbos“. Als Heilige Schrift fungiert eine religiöse Autorität namens Message Control.

Rückständig

In anderen Bereichen wie dem Gesundheitssystem scheint die Spezies unterentwickelt. Immer, wenn eine Pandemie ausbricht, wird diese nicht bekämpft, sondern mehrmals hintereinander als „gemeistert“ bezeichnet. Einen Großteil ihrer Energie wenden die skurrilen Wesen für Selbstvermarktung auf, sodass für die echte Lösung von Problemen keine Ressourcen bleiben. 

Drohende Invasion

Gegen Redaktionsschluss schlägt die NASA Alarm. Könnte es sich bei den Waldmeidlingianern um eine invasive Spezies handeln, die versucht, den Planeten Erde zu übernehmen und auszubeuten?

NASA-Übersetzer Linus Ströhle berichtet: „Auf dem Teleskop erkannten wir ein Dokument mit der Überschrift ‚Projekt Ballhausplatz, aber diesmal wirklich‘. Die freundlich und höflich wirkende Spezies lebt offenbar von der Unterwerfung anderer Völker, um das eigene Fortkommen zu gewährleisten.“

Mehrere Raumschiffe mit Klonkriegern des Typs „Sobotka“ seien angeblich bereits unterwegs, um die Machtstrukturen der Menschen von innen zu sobotieren. Die NASA prüft nun die Errichtung von Verteidigungsanlagen. Doch, so Ströhle: „Da helfen keine Laserschilde und Plasmakanonen. Das Einzige, was die Waldmeidlingianer fürchten, sind Staatsanwälte.“

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„sobotieren“ …. geniale Wortschöpfung! Danke TP, wieder mal Tränen gelacht!

Ist dann „Sobonomie“ der GV unter Politikern oder die Türkise A-Kriecherei?

Ich muss mal. Wo ist denn hier bitte der Sobort?

Geppart mit der Lobotomie. Weil man an nix mehr erinnerlich ist.

Es ist mir nicht er innerlich, dass ich dazu eine Wahrnehmung hätte

Wenn die Antwort schon nach 30 Minuten eintrifft, ist dieser Planet nur eine Viertel-Lichtstunde (oder Lichtviertelstunde?) entfernt, das ist beängstigend nahe!
Aber nichtsdestotrotz sollte man die derzeit orientierungs- und heimatlos zwischen USA, Abu Dhabi und Israel irrlichternde Lichtgestalt rasch dorthin zurückverfrachten!

Damit ist auch klar, warum wir den so lange nicht entdeckt haben: Eine Lichtviertelstunde ist ungefähr die doppelte Entfernung Erde-Sonne, der liegt also genau gegenüber, mit der Sonne dazwischen.
Und auch die Strahlkraft auf die eher bescheiden besaiteten der hiesigen Gemüter ist damit erklärt: Die war gar nicht vom Waldmeidlingianer, sondern von unserm Zentralgestirn. Kurz: Ein Blender.

Bearbeitet von HAL-9000

Die Entfernung lässt sich locker mit einer Steinschleuder überwinden, vorausgesetzt man ist im All. Wir sind also gerüstet….

„Intergalactic Strategist“

Schoenen Urlaub, ihr müsst nur der Platte um Sobotka, Hänger und Sachslehner verklickern, dass sie in der Zwischenzeit Ruhe geben und keine Bloedheiten machen (wird schwer! ). Wer würde denn dann kommentieren?

Wann wird das Lesen der Tagespresse endlich als Pflichtfach in den Schulen eingeführt?

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