Inland

ÖVP fordert Arbeitszeitverkürzung: Maximal zweimal Erben pro Jahr

MedUni / Matern, Montage, CC-BY-SA

Drastische Arbeitsmarktreformen hat nun die ÖVP in einem neuen Positionspapier präsentiert. Die Partei fordert darin unter anderem eine deutliche Verkürzung der Arbeitszeit. Diese soll auf zweimal Erben jährlich limitiert werden. So sollen die Österreicher deutlich entlastet werden.

„Erben ist für die Österreicher zur Belastung geworden. Viele unserer Wähler erben so oft, da bleibt gar keine Zeit mehr für Leistung“, erklärt Vizekanzler Mitterlehner das Problem. „Durch die Obergrenze von zweimal Erben pro Jahr haben die Österreicher nun endlich wieder mehr Zeit für ehrliche harte Arbeit, wie zum Beispiel Investieren, Vermieten oder ein Nationalratsmandat.“

Dass durch die Arbeitszeitverkürzung auch die Einkommen sinken werden, glaubt Mitterlehner nicht. „Die Einbußen werden selbstverständlich durch staatliche Erbzuschüsse wieder ausgeglichen. Erben muss schließlich leistbar bleiben.“ Das Geld dafür will die ÖVP durch höhere Lohnsteuern wieder hereinbekommen.

Opposition tobt

„Kommunismus“ ist die Maßnahme hingegen für die Neos. „Auch beim Erben vertrauen wir auf den freien Markt“, so Parteichef Strolz. Er geht davon aus, dass sich durch die steigende Nachfrage nach Erbschaften auch das Angebot entsprechend ausweiten wird. Notfalls empfiehlt er, alleinstehenden Verwandten einfach „Flügel zu verleihen“.

Kritik kommt hingegen von der FPÖ. Leistungssprecher Johann Gudenus sieht durch die Reform die österreichischen Werte in Gefahr. „Erben gehört zu unserer Tradition. Mein Großvater hat mir nicht nur seine Wehrsportausrüstung, sondern auch sein Weltbild vermacht. Das möchte ich auch an meine Söhne weitergeben, sobald sie ihre Hauptschule erfolgreich abgebrochen haben.“

4 Kommentare

4 Comments

  1. FalotenParteiÖsterreich

    08.03.2017 um 20:50

    Die FPÖ hofft auch zu erben, von Orban ein altes Atomkraftwerk. Darum kein Protest gegen den Neubau einiger neuer Reaktoren.

  2. Peter Hofmüller

    08.03.2017 um 13:32

    Auch das schaffen wir !

  3. Er-Blasser

    07.03.2017 um 15:57

    Erben ist doch nur deshalb harte Arbeit, weil es in Kakanien so überreguliert und verbeamtet ist. Früher war das doch viel einfacher, der älteste Sohn hat einfach dort weitergemacht, wo der Alte aufgehört hat, die Töchter haben geheiratet oder sind ins Kloster gegangen, die anderen Söhne nach Amerika – und fertig.

  4. Maria-Antonia Flick-Esterházy

    07.03.2017 um 15:46

    Dass dynastisches Denken dem Leistungsgedanken widerspricht, ist ein weitverbreiteter Irrtum. Dahinter stehen linkslinke Organisationen, wie etwa die OECD, die für Österreich höhere Erbschafts- und Schenkungssteuern empfiehlt. Aber in Österreich wissen wir es besser: Hohe Steuern und Abgaben auf Arbeit und Steuerfreiheit für Leistungsträger bringen mehr Wirtschaftswachstum. Die leistungsfeindlichen Menschen, die zu faul zum Erben sind, sollen gefälligst arbeiten, wenn sonst schon nichts können. Ja zu Erbzuschüssen!

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