Notarzthubschrauber rettet Wiener (28) aus WhatsApp-Gruppe mit Verwandten


Martin Huber / picturedesk.com

In letzter Sekunde gelang Flugrettern des Christophorus-Hubschraubers „C3“ die Bergung eines in Not geratenen Wieners aus einer WhatsApp-Gruppe mit seinen Verwandten. Jetzt packt das Opfer gegenüber der Tagespresse erstmals aus.

WIEN – Das Drama begann bereits letzte Woche, als der Student Paul Stanzl (28) durch eine Großtante gegen seinen Willen in die WhatsApp-Gruppe „Family über alles <333“ gezwängt wurde. „Ich klemmte mit der Hand am Handy fest, ich konnte nicht vor und zurück“, erzählt Stanzl der Tagespresse am Spitalsbett von seinem Märtyrium. „Ich wollte mir bereits meinen eigenen Arm abschneiden, um mich zu befreien.“

Folter

Im Minutentakt erhielt er völlig belanglose Chatnachrichten wie „Alles super bin gerade mit Gustl in Lainz spazieren Wetter toll LG AN ALLE WALPURGI“. Auch auf folgende Nachricht seines oberösterreichischen Onkels Hermann (67) reagierte er nicht: „Achtung, in allen Wiener Kindergärten gibt’s jetzt Schnitzelverbot!!!!! Unfassbar !! Danke VassilaKUH, ‚Dr.‘ Michael ‚Islam‘ Häupl und Herr Israel Silberstein!!!!!!“

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte von Freunden von Stanzl, die sich um ihn sorgen machten, weil er sieben Minuten lang nicht online war. „Wir dachten, er ist tot”, erinnert sich Stanzls Freundin Clara.

Auch die Whatsapp-Gruppe machte sich Sorgen und erkundigte sich liebevoll nach ihm. „WO bist du????“, „Hast du zugnommen? Du wirst bald so blad wie der Onkel Hermann, halb Mensch, halb Spanferkel, nix für ungut haha ;–)“, „Hast du abgnommen? Du schaust aus wie ein heroinsüchtiger Grünwähler, also wie dein Bruder haha, Glg in Psychiatrie lieber Klausi, das wird schon mit dem Entzug, bist ein Spritzentyp ;-)“, „Wann gibts endlich Enkelkinder oder stirbst auch mal alleine so wie der Onkel Hermann, nix für ungut Hermann, aber es is so haha“.

Rettung in letzter Sekunde

Als der Notarzt den Mann schließlich in Embryonalstellung vorfand, war der Körper des Mannes bereits emotional stark unterkühlt. Vor dem Transport ins Krankenhaus wurde der 28-Jährige stabilisiert durch mehrere Insta-Storys seiner attraktiven Studienkollegin Lisa (22) aus dem Griechenland-Urlaub.

Unklar ist, ob Stanzl jetzt auf den Kosten seiner Rettung sitzen bleibt. „Er war sehr schlecht ausgerüstet“, meint Raphael Barth, Sprecher der Wiener Gebietskrankenkasse. „Einfach so in eine WhatsApp-Gruppe hinabsteigen ohne die Konversation auf ‚Mute‘ zu stellen, das grenzt an Dummheit.“


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Otc

Einfach so in eine WhatsApp-Gruppe hinabsteigen ohne die Konversation auf ‚Mute‘ zu stellen, das grenzt an Dummheit.“
GENAU!!!!
Warum werden soll gehen Verrückte gerettet? Die sollten mit Facebook bestraft werden.

Goodmorninginthemorning

Die Hölle stell ich mir wie eine Whatsapp-Grppe vor 😂

Onkel Hermann

Voi gemein!

Heidi

Seit Hochzeiten eher mit Freunden gefeiert werten, trifft sich die Verwantschaft nur noch bei Beerdigungen. Geht man in eine Whats App Gruppen mit ihnen, kann sich der Rest der Verwandtschaft gleich wieder treffen.

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