Nerven verloren: Bankräuber bricht Überfall wegen langsamer Bank-Austria-IT ab


Bankräuber verlässt Bank Austria
Polizei/Montage

Was als ganz normaler Banküberfall begann, endete im Eklat: Ein Bankräuber wollte heute Vormittag in Wien-Meidling eine Filiale der Bank Austria ausrauben. Doch die langsame IT verzögerte den Überfall um Stunden. Schließlich verlor er die Nerven und ergriff die Flucht.

WIEN – „Ich kann so nicht arbeiten“, klagt Gerhard B. (36) unter Tränen im Interview mit der Tagespresse. „Es sollte ein ganz normaler Überfall werden: rein, Geld schnappen, raus.“ Doch der routinierte Bankräuber machte seine Rechnung ohne die IT-Experten der Bank Austria.

Gegen 9 Uhr früh betrat er die Filiale und schob einer Mitarbeiterin wortlos einen Zettel mit einer Geldforderung zu. „Aber diese hat nur extrem gelangweilt geseufzt, etwas in ihren Windows 84 eingegeben und dann nur gesagt: computer says no.“

Pressefoto der Bank Austria

Auch nach vier Stunden war es den Mitarbeitern nicht möglich, der Geldforderung nachzugeben. Selbst der Filialleiter kann nichts tun: „Puh, leider haben wir schon seit einiger Zeit Probleme, ins Netzwerk einzusteigen, seit wir unsere Netzwerkkabel verkauft haben, damit wir mit Dominic Thiem als Testimonial von unseren IT-Problemen ablenken können.“

Schließlich stellte sich heraus, dass der Geldforderung ohnehin nur in Schilling nachgegeben hätte werden können. Denn die Umstellung auf den Euro ist bei der Bank Austria erst für das Jahr 2030 geplant.

Gerhard B. verlor schließlich die Nerven: „Das ist einfach nur extrem schlechter Service. Ich hab mich behandelt gefühlt, als wär ich ein Verbrecher, obwohl die wahren Verbrecher ja im Vorstand der Bank sitzen. Das nächste Mal geh ich halt zur Ersten oder zur BAWAG.“

Gewerkschaft zornig

Auch die GBB (Gewerkschaft der Bankräuber und Bankomatsprenger) äußert sich kritisch per Presseaussendung: „Es kann nicht sein, dass ein hart arbeitender Bankräuber hier unbezahlte Überstunden machen muss. Wann schafft es die Bank Austria, ihre IT endlich ins 21. Jahrhundert zu holen? Okay, bleiben wir realistisch, 20. Jahrhundert. Okay, sagen wir wenigstens 19. Jahrhundert.“

Sprecher beschwichtigt

Die Bank Austria ist um Schadensbegrenzung bemüht: „Leider kommt es zu einer eingeschränkten Erreichbarkeit unserer Computerinfrastruktur seit etwa 11 Uhr, 12.02.1996“, erklärt Pressesprecher Frederic Salim Rahman in einem Fax. „Wir bitten Herrn Gerhard B. um Entschuldigung für die Unannehmlichkeiten und hoffen, dass bei seinem nächsten Überfall in einer unserer 123 Filialen in ganz Österreich alles so funktioniert, wie e–“

Das Schreiben reißt mitten im Satz ab, da sich das Faxgerät der Bank Austria leider aufgehängt hat, wie uns der Pressesprecher per senegalesischer Nachrichtentrommel aus dem Jahr 1346 mitteilt.

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nhasenoehrl

Ich kann nur sagen: Das ist KEINE Satire. Das ist die WAHRHEIT!!!

S c h e i ß auf die Wahrheit!

Ich möchte handfeste Satire lesen. Gut, dann wechsle ich halt zur Krone und der Kleinen Z.

Franz Miksch

Aber die machen auch keine Datiere, eher fake’s!

Scheiß auf die Wahrheit!

Ich möchte handfeste Satire lesen. Gut, dann wechsle ich halt zur Krone und der Kleinen Z.

Gefreiter E.

Was denn sonst? Zweifelt da jemand an der Seriosität der Tagespresse?

Tssss

Hat ja auch niemand behauptet!

Dr Med Den Rasen

Computer sagt nein, ein wahrer Klassiker. Der arme Bankräuber kann einem leidtun.

Ichfindslustig

Das ist wirklich ärgerlich, ich wollte eben die GIS Gebühr überweisen.

PVangel

Am putzigsten finde ich die Nummer!!!! die man ziehen muss, falls man das zweifelhafte Vergnügen hat, mit einer Beraterin tatsächlich reden zu müssen! Voll die 80iger😂

OlgadieWaldfee

Ganz ehrlich nach 30.Minuten an Dritter Stelle stehen und ca. 10 Leuten hinter mir habe ich mir eine Nummer und ein Wartezimmer gewünscht

Thomas

In meiner Erinnerung gab es damals diese Nummern nur bei der Feinkost in den Meindl Filialen.
Dafür gab es zahlreiche Filialen der Zenralsparkasse mit ausreichend Personal und die Sparer wurden damals hofiert und mussten die Bankgeschäfte noch nicht selbst erledigen.

Walter.Theisl

Bei der Krankenkasse und beim Hausarzt einer meiner Ex gab es auch diese Marken.

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