„Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht“: Schallenberg wirft Mittagessen auf den Boden


Schallenberg sitzt neben seinem heruntergeworfenen Mittagessen
HANS PUNZ / APA / picturedesk.com (M)

Nach dem gestrigen Eklat rund um die Justizakten sorgt der Kanzler, Diplomat und selbsternannte Adelige Alexander Schallenberg nun wieder für Aufregung. Als ihm eine Mitarbeiterin der Parlamentskantine das Mittagsmenü serviert, wirft er die Frittatensuppe angeekelt und erbost zu Boden. 

WIEN – Schallenberg riecht an der Suppe und verzieht das Gesicht. „Was ist das? Atommüll?“, fragt er Vizekanzler Werner Kogler. „Das ist eine stinknormale Frittatensuppe“, sagt Kogler. „Nie gehört“, murrt Schallenberg und verschränkt die Arme. „Und was ist das überhaupt für eine Mangeoire? Was steht da? I-KE-A? Ist das Giftmüll aus einem 100-Euro-Shop? Déraisonnable. Ein Alexander Georg Nicolas Christoph Wolfgang Tassilo von und zu Schallenberg köstigt nur aus Lilienporzellan.“

Kogler zieht augenrollend einen kalten Big Mac von vorgestern aus seiner Hosentasche und beißt ab. „Brauchst a Maggi?“, murmelt Kogler und bietet Hilfe an. „Mon dieu, was ist denn eine ‚Maggi‘ schon wieder? Non, merci„, sagt Schallenberg mit seinem typischen Schönbrunnerdeutschen Dialekt. 

„Wo sind die Weinbergschnecken? Wo die getrüffelten boulette de foie vom Mangalitzaschwein? Als corps diplomatique bin ich anderes gewohnt, ich bewege mich am internationalen Parkett – London, Paris, New York, le monde est ma maison„, rümpft Schallenberg die Nase, wirft den Suppenteller auf den Boden und erklärt: „Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht.“ Mit einem Fingerschnippen entlässt er die Kantinenköchin aus dem Raum.

Glück im Unglück

Schäden am Parkett traten bis jetzt glücklicherweise keine auf, da der 104-seitige Hausdurchsuchungsbefehl am Boden die Flüssigkeit schnell aufsog. „Salut Schalli, dir pickt da noch was auf der Lippe“, zwinkert Ministerin Elisabeth Köstinger herüber. Der Kanzler greift zur Verfassung, wischt sich damit über den Mund, zerknüllt sie und wirft sie ins Plenum. Es ist dieser diplomatische Charakter, der den neuen Kanzler auszeichnet. 

Schattensuppenkaspar?

Kritik von FPÖ-Chef Herbert Kickl, Schallenberg sei nichts anderes als ein „Ersatzsuppenkaspar“, der den Schattensuppenkaspar Sebastian Kurz vertrete, versteht Schallenberg nicht. „Ich gehe meinen eigenen Weg. Kurz hat als Kanzler im Parlament Candy Crush gespielt wie ein Bengel. Ich als Mann von Welt hingegen spiele stets Backgammon. Ich trage diesen Staat auf meinen mit Parfums de Marly einparfümierten Schultern, l’État c’est moi, wie wir Franzosen sagen, das werden die Cretins im Hohen Haus sicher wieder nicht verstehen.“

Experten sind jedoch in Sorge über Schallenbergs Gesundheitszustand. „Er hat auch die Sachertorte nicht gegessen, weil sie nicht von Frau Sacher persönlich gebacken wurde, wie er es gewohnt ist. Sein feiner, hauchdünner Gaumen würde den Teig sofort abstoßen. Er verliert immer mehr politisches Gewicht.“ Schallenbergs volle Backen magern bereits ab. Sollte er nicht bald mit Wolfgang Fellner zumindest im Steirereck Rehbock mit Schlangenbohnen, Nektarinen, Steinpilzen und Weinraute essen, könnte er schon am fünften Tage politisch tot sein.

Lassen Sie sich täglich über neue Artikel informieren.


52 Kommentare, 2.6k Shares
52 Kommentare
top
neuste älteste
Inline Feedbacks
View all comments

Avez-vous déjà déjeuné? Oui, Oui?

In der Szene der Adeligen gibt es viel Inzest. Und Inzest macht bekanntlich ziemlich deppert.

Host scho a Bundesland aufg’hetzt? Jo, jo?

Mittlerweile hat er es ge-super-scaled und eine ganze Nation aufg’hetzt…

Ist er nicht jetzt schon politisch tot? Nachdem er angekündigt hat den Kurz- Kurs ( Richtung Anklage Bank) fortzusetzen 🤔, Kurz trotz bekannter SMS unschuldig spricht und anschließend die satirisch aufgearbeitete Aktion liefert?
Der Gruselgraf als Suppenkaspar, bravo 👏
Die ganze ÖVP: ein enzyklopädisch aufgearbeiteter Struwwelpeter.
Bitte mehr davon 🙂

Hat Schalli jemals politisch gelebt?

Wahrscheinlich nicht, klassische Totgeburt…

In diesen Kreisen wird nicht gelebt, sondern geerbt. Sonst müsste man ja aus eigener Kraft was machen müssen, aber das wäre viel zu proletoid.

…proletoid…sooo 🆒️

Ich glaube der Schalli hätt am liebsten auch noch draufgebrunzt😆😅🤣😂

Das heißt in Kreisen eines Alexander Georg Nicolas Christoph Wolfgang Tassilo nicht ordinär „draufgebrunzt“, sondern „dero gülden wie Sonn’strahlen Natursekt mit indignierter Noblesse auf dem Corpus Delicti appliziert“.

Nachtrag:
Bei derlei gestelzter Sprache verwundert es nicht weiter, dass die nie die Zeit hatten sich nach Sexualpartnern außerhalb des Hauses umzusehen und somit deren Nachkommen…na Ihr wisst schon.

Dieser Herr sollte sein Büro in die Urania verlegen. Dort hat das Kasperltheater seinen Sitz, das kommt seiner politischen Bedeutung entgegen. Und Herr Kurz – solange er sich nicht in schwarz-weiss gestreiften Stoff kleiden muss – darf als Schatten-Petzi auftreten.

Dss geht nicht. Er zieht ja an den Fäden nach denen Vallenberg tanzt.

Warum muss ich immer an den Wegscheider mit seinem Kasperl denken wenn ich an Kurz und den Prinzen denke ? Könnte es sein das er auch nur eine Sprechpuppe ist?

Haha! in der Tat hatte der Pezi auch immer gegelte Haare, dazwischen haben dann die großen Ohren des Lausers herausgeschaut

Choose A Format
Personality quiz
Series of questions that intends to reveal something about the personality
Trivia quiz
Series of questions with right and wrong answers that intends to check knowledge
Poll
Voting to make decisions or determine opinions
Story
Formatted Text with Embeds and Visuals
List
The Classic Internet Listicles
Countdown
The Classic Internet Countdowns
Open List
Submit your own item and vote up for the best submission
Ranked List
Upvote or downvote to decide the best list item
Meme
Upload your own images to make custom memes
Video
Youtube, Vimeo or Vine Embeds
Audio
Soundcloud or Mixcloud Embeds
Image
Photo or GIF
Gif
GIF format