Das Finanzamt überwies der Novomatic-Tochter Admiral vor kurzem 10,5 Millionen Euro Coronahilfe. Du wirst glauben, was dann geschah: NICHTS!
Admiral betreibt in der Alpenrepublik „mehrere gemütliche Sports-Bars“, in denen man mit der ganzen lieben Familie Fußball schauen könne. Die Firma gehört zu Novomatic, einem „innovativen österreichischen Wellness-Tempel, der die elementaren Grundbedürfnisse der Österreicher nach Sportwetten und Glücksspiel stillt“.
Geld macht nicht glücklich – so lautet ein altbekanntes Motto. Deshalb nimmt Novomatic der Bevölkerung die Bürde, also das Geld, ab. Das geniale Geschäftsmodell: Geldübertragung hinaus aus den Taschen der spielsüchtigen Unterschicht und hinein in die Tasche des umsichtigen niederösterreichischen Professors Johann Graf.
Das Geschäft läuft: Im Jahr 2022 machte Novomatic 214,3 Millionen Euro Gewinn, im Jahr 2023 sogar 274,2 Millionen.
Johann Graf (Mann des Jahres 2008, Magazin „Trend“) ist eigentlich kein echter Professor, der irgendwas lange erforschte und junge Menschen heute mit langen Vorlesungen, miesen Powerpoint-Slides und Knock-Out-Prüfungen malträtiert. Bei seinem Titel handelt es sich lediglich um einen Ehrentitel, den er 2003 vom Bundespräsidenten Thomas Klestil (ÖVP) verliehen bekam, als Dank für seine unermüdliche Vermögensumverteilung von unten nach oben. Dennoch führt Graf den Professoren-Titel in der öffentlichen Kommunikation von Novomatic:
Geldregen
Nun kassiert Admiral also nachträglich 10,5 Millionen Euro Corona-Hilfe. Das ist viel Geld. Mit dieser Summe könnte man laut Heute die Mindestsicherung einer syrischen Großfamilie in Wien mit einhundert Kindern drei Jahre lang finanzieren!
Admiral kassiert dabei 80% des entgangenen Umsatzes, und nicht des Gewinns. Im Glücksspielbereich sind aber hohe Einsätze und wenig Gewinn typisch. An einer Hundert-Euro-Wette verdient Admiral nur wenige Euro. Vater Staat wurde durch diesen Fehler also zum größten Spielsüchtigen, den Novomatic je ausgenommen hat.
Doch unser Steuergeld ist bei Novomatic in guten Händen, die Firma investiert sicherlich bald in zukunftsträchtige Technologien wie Slot-Machines mit regionalen Kartoffeln statt Zitronen aus Spanien, sowie Sportwetten auf die E-Fuels Formel-1 und ein 24-Stunden Lastenrad-Rennen.
Medienecho
Zum Glück reagierten die österreichischen Medien extrem schnell und berichteten über die skandalöse staatliche Unterstützung. Also eine Hand voll Medien: Ö1, das die Sache als erstes aufdeckte, ORF.at, Der Standard, NÖN, Kleine Zeitung und sogar das renommierte, internationale Investigativ-Medium „MSN“.
Und der Boulevard?
Eigentlich bietet die Story so ziemlich alles für einen richtigen Seite-1-Kracher. Eine richtig geile derbe Mega-Giga-Skandalo-Boulevard-Schlagzeile wäre aufgelegt, mit Stichworten wie: Corona. Hilfe. Unser. Steuergeld.
Denn wenn Heute, Krone und oe24 eines können, dann reißerisch über Corona-Hilfen berichten:
Und wenn jemand ungerechtfertigt Steuergeld erhält, sieht der Boulevard ohnehin rot:
Doch bis Redaktionsschluss erreichte uns: NICHTS.
Woran könnte es liegen, dass der Boulevard bis jetzt noch nicht über die astronomische Summe für Novomatic berichtet hat?
Nehmen die Artikel über Nostradamus-Prophezeihungen und heranrasende Meteoriten zu viel Platz weg? Liegt es daran, dass Novomatic kein Kabarettist ist, den man öffentlich an den Pranger stellen kann? Immerhin haben syrische Familien oder Kabarettisten meist auch keine Anwaltsarmada im Nacken, während Novomatic bereits bei kleinen Rechtschreibfehler die Anwälte losschickt.
An den großzügigen Inseraten kann es jedenfalls nicht liegen, denn das wäre ja Medienkorruption.
Liebe Heute, liebe Krone, liebe oe24-Redaktion! Wir helfen euch auf die Sprünge. Sollte Novomatic wieder abkassieren, anbei ein paar Headlines. Gratis, aber nicht umsonst!
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Eine grob fahrlässige Entscheidung. Ich kann nur mutmaßen weder Kurz noch Blühmel kennen den Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn!!
Als ob mann, dass vorher annen hätte können! Das die der Teufel hohlt diese ewigen Vernaderer von der TP!
(Wie ihr seht: Ich hab dazugelernt seit ich den Artikel über den Saboteur in der FPÖ von vorgestern gelesen habe :D )
Du lernst brav. Studierst Vielleicht. Kriegst dann 4500- 5000 Euro pro Monat und führst davon 40% ab. Bleiben dir genug Geld für Tv, Auto und ein Eigenheim. Wenn Grund von Elternteil geerbt wird. 😇.
Reich werden ist nicht schwer,
Gewissen darfst keines haben.
Bei der Casinos-Affäre oder Causa Casinos handelt es sich um mutmaßliche Absprachen während der österreichischen Bundesregierung Kurz I zwischen Politikern der damaligen Regierungsparteien ÖVP und FPÖ sowie dem Glückspielkonzern Novomatic. Der FPÖ-Bezirksrat Peter Sidlo wurde demnach in den Vorstand des zu einem Drittel in staatlichem Besitz befindlichen Casinos Austria berufen, obwohl er als unqualifiziert galt. Als Gegenleistung sollen Politiker der Parteien versprochen haben, sich für Online-Gaming-Lizenzen und Casino-Lizenzen sowie die Wiedereinführung des „Kleinen Glückspiels“ in Wien einzusetzen.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Casinos-A