Nach Voest und Erste Bank: Auch ÖBB denken über Abwanderung ins Ausland nach


Nachdem bereits Voest und Erste Bank laut darüber nachgedacht haben, ihre Aktivitäten ins Ausland zu verlagern, bestätigte heute auch die ÖBB ähnliche Überlegungen. ÖBB-Chef Christian Kern zufolge könnte der Konzern sämtliche Gleise, Bahnhöfe und Tunnels aufgeben und nach China übersiedeln, sollte die heimische Politik keine Maßnahmen zur Standortverbesserung durchführen.

„Das Wirtschaftsklima in Österreich wirft viele Fragen auf, denen auch wir uns stellen müssen“, gestand Kern heute bei der Präsentation der neuen Geschäftszahlen ein. „Die Grenzen der steuerlichen Belastung sind erreicht. Wir sind an einem Punkt, an dem es uns billiger kommt, einfach alle Bahnhöfe, Gleise und Tunnels ihrem eigenen Schicksal zu überlassen und an einem neuen Standort eins zu eins nachzubauen.“

Demnach biete China das richtige Klima „für einen Verkehrsbetrieb mit Zukunftsplänen“. Bei 1,2 Milliarden Einwohnern und einer Geburtenrate, die trotz Ein-Kind-Politik höher liegt als jene in Österreich, gebe es ein hohes Kundenpotential.

Auch die Lohnkosten sprechen für China: „Worte wie ‚Krankenstand‘ oder ‚Sozialversicherung‘ existieren im chinesischen Wortschatz nicht einmal. Damit herrscht dort das ideale Klima für Wirtschaftswachstum.“

Kern kündigt einen Pilotversuch an, bei dem erstmal nur die Schnellbahnlinie S7 nach Peking übersiedelt werden soll. „Bei guten Ergebnissen werden wir nach und nach unser ganzes Eisenbahnnetz sowie die ÖBB-Frühpensionisten nach China verlegen.“

NeuePresse.at: Innenministerium wird aus Kostengründen nach Bratislava verlegt

(Foto: ÖBB)

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14 Kommentare
  • Die ÖBB könnte sich doch auch als Systemrelevant retten lassen. Einfach noch eine Garantieerklärung aus Kärnten, ein paar Balkanspekulation, dann irgendwas dubioses unklärtes mit Pröll und Raika dazu

    • Nee, so geht das nicht. Die Bahn systemrelevant? Wo kumm ma denn da hin? Und zum Pröll, der wird der ÖBB zur Entscheidung nach China abzusiedeln gratulieren damit er endlich noch mehr Autobahnen bauen kann.

  • Ich wäre dafür, dass die ÖBB erstmal die Westbahn und ein paar Nebenstrecken nach China verlegt, damit die Chinesen mit der ÖBB vom Hallstatt-Nachbau zum Grinzing-Nachbau fahren können.

  • Ich wäre dafür, erstmal die Frühpensionisten nach China zu verlegen. Mit 41, 42 sind sie noch kräftig genug, bei Foxconn ein paar Jahrzehnte zu arbeiten. Eine gute Gelegenheit, nicht nur eine fremde Kultur kennenzulernen, sondern auch den eigenen Wortschatz zu erweitern, zB um das Wort „Arbeit“ – bislang quasi nicht existent bei der ÖBB.

  • Laut Dr. Fu-Manchu von der staatlichen chinesischen Wirtschaftsförderungsagentur in Shanghai denkt auch die österreichische Post über eine Absiedlung nach. Zitiert wird Geolg Pölzl: „Unsere Postkastl haben eh schon die richige Farbe – und was uns die Einstellung der Zustellung bringt, investieren wir in Shanghai in ein ultramodernes Self-Service-Center, wo sich unsere Kunden die Post rund um die Uhr das ganze Jahr selbst abholen können“.

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