Nach perfekter Berichterstattung: IS bekennt sich zu oe24.at


Fellner lacht
JOHANNES BRUCKENBERGER / APA / picturedesk.com

So sieht gute Partnerschaft aus: Nach der perfekten journalistischen Begleitung des Terroranschlags in Wien bekennt sich der IS öffentlich zum islamistischen Propagandamedium oe24.at. Die gekonnte mediale Inszenierung mit Hinrichtungsvideos und haltlosen Spekulationen lieferte der Terrororganisation genau jene Fellner-PR, die sich ein Terrorist nur wünschen kann.

WIEN/IDLIB – „Wir grüßen unseren Bruder Wolfgang al-Fellner! Danke für deinen Beitrag zur Ikonisierung unseres Märtyrers“, erklärt der IS-Pressesprecher Oaschloch (Name von der Redaktion geändert) in seinem unterirdischen Newsroom in Idlib in Syrien. „Morgen bin ich eh wieder bei ihm im oe24-TV-Studio zum Thema ‚Grüne Frauen – So gefährlich sind sie wirklich‘ eingeladen.“

Mahmoud klickt sich durch die oe24.at Website. „Hinrichtungsvideos online zeigen, damit die Angst so richtig schön geschürt wird, genau wie es der Koran vorschreibt, siehe Sure 38, Absatz, ähh, keine Ahnung haha, ich hab das Buch eigentlich nie gelesen, ich bin nur wegen der Gewalt hier“, lacht Oaschloch.

Dank an Kronen Zeitung

Der IS-Pressesprecher ist voll des Lobes für die österreichischen Medien: „Danke auch an unseren Medienpartner Kronen Zeitung für die tatkräftige Unterstützung. Ohne sie wäre unsere Terror-Kommunikationsstrategie nie so schön aufgegangen. So muss man die Gesellschaft spalten, so erschafft man Märtyrer, so erzeugt man eine Polarisierung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen, genau so haben wir das im Studium auf der FH Rakka gelernt. Toll, dass bei euch in Österreich sowas mit Steuergeldern gefördert wird”, freut sich Oaschloch.

Dann entschuldigt er sich, „ich muss noch beten in Richtung Mäci, oder Mekka, wie war das? Muss schnell googlen, Moment.“

Redaktionsbesuch

Lokalaugenschein in der Wiener Hauptkläranlage, in der sich die oe24.at Redaktion in fünf Metern Tiefe befindet. Hier filtert Wolfgang Fellner Tag für Tag aus tausenden Tonnen Abfällen das heraus, was er mit einem Augenzwinkern „Journalismus“ nennt.

Fellner selbst steht hinter den von ihm publizierten Mordvideos: „Unsere Leser sind da schon abgehärtet. Wer soll bitte noch traumatisiert werden, wenn er eh regelmäßig groß mein Portraitfoto sieht?“

Für ein längeres Interview hat er keine Zeit: „Ich muss wieder arbeiten“, lacht er, wischt sich die Scheiße aus den Mundwinkeln und springt zurück ins Becken.

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Großartig, das habt ihr wirklich mit Fingerspitzengefühl hinbekommen!

Fellner ist Dick und Doof in einer Person. Nur weniger klug und völlig unsympathisch.

Also ich find das mit der Kläranlage richtig erfrischend :-)
Allein die bildhafte Phantasie belebt die Sinne.

oe24 – gemacht von Vollidioten für Vollidioten!!

Mit seinem Porträtfoto sind schon alle abgehärtet, so erfrischend bissig wie zutreffend

Bearbeitet von Bernardus
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