Nach Kritik: Cobra will Kühe künftig mit deutschen Wanderern locken


Deutsche Touristen
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Für viel Kritik sorgt ein Cobra-Einsatz in Tirol. Eine ausgebüchste Kuh wurde von Beamten mit sieben Schüssen erlegt. Jetzt reagiert die Spezialeinheit und ändert ihre Einsatztaktik. Künftig sollen Kühe mit deutschen Wanderern angelockt und schließlich eingefangen werden. Das neue Verfahren wird bereits geübt.

INNSBRUCK – „Menno, was für‘n herrlicher Tach aber auch!“, lachen Detlef und Frodelinde Oberhorst aus Cottbus entspannt auf ihrer Wanderung durch das schöne Stubaital. Was sie nicht wissen: Sie spazieren gerade durch ein Übungsgelände, auf dem sich eine wildgewordene Kuh befindet, die von Cobra-Beamten zuvor durch stundenlange Beschallung mit „Last Christmas“ extrem aggressiv gemacht und dann freigelassen wurde.

„Unfehlbar“

„Der Plan ist unfehlbar“, erklärt Cobra-Kommandant Christian Straßer und beobachtet das nichtsahnende Ehepaar aus sicherer Distanz mit einem Fernglas. „Jeder deutsche Tourist ist mit messerscharfen Nordic-Walking-Stöcken bewaffnet. Mit denen können sie die Kuh in Schach halten, bis der Amtstierarzt aus Innsbruck eintrifft irgendwann nächste Woche dann.“

Dennoch achtet die Cobra auf größtmögliche Sicherheit. Ein Cobra-Eingreifteam steht jederzeit mit Fangnetzen und Spritzpistolen bereit. „Aber nur für den Worst Case“, erklärt Kommandant Straßer, „wenn die Touristen die Kuh mit ihren Crocs-Wanderschlapfen attackieren.“

Schließlich wagt sich Milchkuh Erna aus der Deckung. „Oh guck mal, Detlef, ein Riesen-Pony!“, lacht Frodelinde euphorisch und zückt ihr iPhone. Im Sprint galoppiert Erna auf die Touristen zu. Auch die extrem leistungsfähige Super-Soaker Spritzpistole der Cobra-Scharfschützen kann die Kuh nicht stoppen.

„Wir müssen jetzt los, ein Notfall“, schreit uns Kommandant Straßer aus drei Zentimetern Abstand mit maximaler Lautstärke ins Ohr. In einer Küche in Alpbach werden dringend 14 Cobrabeamte benötigt, um eine unberechenbare Fruchtfliege zu erschießen. 

Wütend

Im Unfallkrankenhaus zeigt sich Ehepaar Oberhorst später enttäuscht von der Polizei. „Nie wieder Ösiland!“, sind sie sich einig. Immerhin: Die Polizei schickt zur Entschuldigung Montag um acht Uhr früh einen hohen Vertreter vorbei. „Wie hieß der doch gleich?“, fragt Detlev seine Frau. „Alex Geil? Axel Gaul? Ich hab seinen Namen vergessen. Egal, wir fragen ihn einfach, wenn er da ist.“

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Der Alex Geil ist sicher gefährlicher als die Kuh

Lasst doch den Strache ran. Der macht das Zack, zack, zack. Dem macht es auch nichts aus, wenn das Rindvieh schmutzige Hufe hat, weil sie in braune Sche… gestiegen ist.

hahahahaha ….
die tagespresse ist ja immer unterhaltsam, aber hier mußte ich lachen wie lang nicht zuvor!
danke – lachen ist ja bekanntlich gesund (was man ja von der politik momentan nicht sagen kann!)

:))))))) genial!

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