Nach Ausflug in die Virologie: Acht Millionen Österreicher jetzt wieder Nahostexperten


Mann schaut auf Handy
Depositphotos (M)

Endlich wieder Rückkehr zur Normalität. Da das Corona-Virus jetzt von islamistischen Terrororganisationen aus den Nachrichten verdrängt wird, benötigt die Welt wieder mehr Nahostexperten. Acht Millionen Österreicher und Österreicherinnen schulen sich bereits per YouTube und Standard-Forum um.

ÖSTERREICH – „Ich habe den Wikipedia-Artikel über die Taliban über 13 Sekunden lang studiert und kenne sie wie kaum ein anderer“, erklärt etwa der Wiener Patrick Beißhammer, 42. „Wussten Sie, dass die Taliban in einem Labor in Wuhan in Amerika gezüchtet wurden? Dieser Faktor wird in der aktuellen Lage leider oft von den sogenannten Experten verschwiegen, weil es politisch inkorrekt ist. Danke, Merkel!“

Seine Frau Manuela nickt und nimmt einen Esslöffel Bitterstoffe. „Für die Muttermilch.“ Auch sie ist Nahostexperten und stolze Absolventin der Michael-Jeanée-Universität Grinzing. „Ich kenn so einen Islamerer persönlich. Leider. Unter dem Kickl hätt’s das alles nicht gegeben. Wofür zahl ich bitte die GIS und meine Strafzettel?“

Der Berichterstattung in den Systemmedien stehen sie kritisch gegenüber. „Haben Sie das angebliche Foto vom überfüllten Flugzeug in Kabul gesehen? Das war in Wahrheit heute früh der Ryanair-Flug von Wien nach Mallorca, steht auf Telegram.“

Fachexpertise gefragt

Seriöse Medien setzen bei ihrer Berichterstattung allerdings weiterhin nur auf anerkannte Experten mit einschlägigem Studium. „Dreimal dürfen Sie raten, warum die TAL-IBAN so heißen? Ich sag nur TAL Silberstein. Und IBAN, der Schreckliche. Die Gruppe wird finanziert von der SPÖ und der zionistischen EZB, danke VassilaKUH und EUdSSR“, erklärt Dr. Felix Baumgartner auf Servus TV und nimmt nachdenklich seine Lesebrille ab.

Krise im Krisenstab

Doch im medizinischen Bereich fehlen die Experten nun. Im Impfgremium der Bundesregierung herrscht Alarmstimmung. Panisch aktualisiert Chief Medical Officer Katharina Reich die Startseite von derstandard.at, doch das Forum bleibt leer. „Wir haben keine Ahnung, was zu tun ist. Alles öffnen? Alles schließen?“ Sie wirft eine Münze, diese landet jedoch genau auf der Seite und bleibt aufrecht stehen. „Na gut, die Münze hat gesprochen. Wir öffnen die Nachtgastro, aber schränken die Möglichkeit für Gratis-Tests ein!“ 

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Genial – ihr schafft es Mal wieder mit Humor & Verstand hervorzuheben, dass die Intelligenz und die Aufklärung exponentiell mit dem fortschreiten der technischen Möglichkeiten schrumpfen.
Man sollte meinen, wenn man das gesamte Wissen der Menschheit in seiner Hosentasche trägt, dadurch auch die Intelligenz steigt.
Fehlanzeige – die Anzahl der hirntoten Aluhut-träger mit einem IQ gleich der Außentemperatur steigen schneller an als die Anzahl der Dickpics auf Thomas Schmid’s Diensthandy.

Ja aber die Dinger sind auch extrem suchterzeugend und vor allem für Jugendliche dadurch besonders schädigend sagt Prof. Spitzer… Es liegt an uns sich diesbezüglich zu informieren und die Zukunft des Landes und damit auch unsere Pensionen nachhaltig zu sichern… Alkohol gibts ja auch nicht ab 5 Jahren legal zu kaufen… Auch was das Suchtpotential von virtuellen Spielen angeht hinken wir sehr hinterher in der Regulierung… Südkorea hat da schon ganz andere Probleme damit erlebt und hat dementsprechend Verschärfungen dahingehend unternommen… mal ehrlich ein Haufen Internet (etc.)süchtiger junger Leute kann unmöglich die Zukunft des Landes geschweige denn deren eigene Zukunft… Mehr »

Bearbeitet von Daniel Geb.

Es ist nicht das „Handy“ – also das, was man in der Hand hat – sondern das, was man damit macht.
Das primitivste Handy kann dazu missbraucht werden, um terroristische Ziele zu verfolgen, und das Non-plus-ultra-Gerät kann simpel und einfach dazu dienen, am Laufenden und in Kontakt zu bleiben, ohne eine irgendwie gestaltete Gefährung darzustellen.
Mittlerweil erachte ich Desinformation als eine der größten Gefahrenquellen
Nach Klimwandel, aber vor Covid-19

ÖVP und FPÖ haben bei der Nr-Wahl 2019 mehr als 2,5 Millionen Stimmen erhalten. Hat Bastis und Gernulls Liebling Thomas Schmid wirklich so viele dickpics auf seinem Handy?

Leider verdrückt! Tut mir leid!
Der Vergleich Wählerstimmen versus Dickpics auf dem Diensthandy ist sensationell. Hab mir gerade vorgestellt, dass von den Wähler*innen der ÖVP/FPÖ ca. die Hälfte männlich sein müssten. Einmal von links und einmal von rechts das gute Ding fotografiert und schon ist es auf Thomas S. Handy sicher verwahrt! Bruuuhhaahhaaaaaa!

Super!!
Inzwischendarf ich mich auch zu den 8 Millionen Experten zaehlen, nachdem ich mich mit zwei Tagespresse-Artikeln schlau gemacht habe, hurra!

ganze zwei! Da sind Sie ja schon überqualifiziert!

Ich habe mich beim Lesen dieses Artikels wie im Olymp der Satire gefühlt. Seit Langem das Beste, das dieses Genre zu bieten hat!

Diese Michael-Jeannee-Uni Grinzing, ist das nicht die, an der die Bildung von ganzen Sätzen nicht gelehrt wird, sondern nur der stossweise Auswurf von warmer Luft?

Pffffffttttttttt

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