Museumsquartier feiert zehntausendsten Bandscheibenvorfall aufgrund eines Enzis


Museumsquartier Enzi

Der Sommer beginnt mit einem neuen Rekord: Das Wiener Museumsquartier feiert heute den zehntausendsten Bandscheibenvorfall eines Besuchers auf einem der kultig-unbequemen Enzi-Sitzmöbel.

„Trotz der bedauerlichen Schmerzen für manche Betroffenen ist das ein toller Gradmesser für unsere Beliebtheit. Wir hätten nie mit so einer großen Zahl an jungen, urbanen, hippen Schwerverletzten gerechnet. Besonders erfreulich ist, dass die Gäste durch die akuten Bandscheibenvorfälle noch länger im MQ-Innenhof verweilen als sonst“, freut sich ein Sprecher.

Um sich in Zukunft rechtlich besser abzusichern, darf man auf den Enzis ab sofort nur mehr dann Platz nehmen, wenn man seine e-Card dabei hat und krankenversichert ist. Wie sich diese bürokratische Hürde auf die Menschen auswirken wird, die im MQ täglich freiberuflich stundenlang jonglieren und Hacky-Sack spielen, ist noch unklar.

Für alle Rückengeschädigten wird es einen Flohmarkt mit ermäßigten Vintage-Rollatoren geben. Jeder kommt mit einer praktischen Halterung für trendige Turn- und Jutebeutel, die mit flotten Sprüchen bedruckt sind. Auf dem Test-Rollator der Tagespresse hängt ein Beutel mit der Aufschrift: „Es keat oanfach viel mehr gschobn.“

Ein spontanes Techno-Open-Air für die 10.000 Betroffenen ist auch geplant und zählt mittlerweile 290.000 Facebook-Zusagen. Einer der Veranstalter verrät: „Es wird eine crazy Party, auf der wir viele harte Techno-Nummern spielen – mit richtig kompromisslosen Saxophon-Riffs drinnen.“

MQ-Besucher Clemens B., der schon einen Bandenscheibenfall auf einem Enzi erlitten hatte, freut sich auf das Open Air. Der einzige Wermutstropfen: Als er versuchte, die komplizierten Namen der DJs richtig zu betonen, erlitt er dabei einen erneuten Bandscheibenvorfall.

Die zahlreichen Bandscheibenvorfälle wirken auch auf die umstehenden Museen inspirierend. So plant das Museum für Moderne Kunst bereits, Tonaufnahmen der Schreie der Verletzten in der kommenden Ausstellung „Eine Hommage an Verfall, Schmerz & Tod“ (24.07.-01.10.2015) zu verwenden.

Als kleine Entschuldigung bietet das MQ allen Betroffenen an, sich ein Bild aus dem Leopoldmuseum auszusuchen. Voraussetzung ist jedoch, dass sie es selbst hinaustragen. Bis jetzt nahm dieses einmalige Angebot noch niemand in Anspruch.

Weiterlesen: „Habe Beweise, dass Osama Bin Laden noch lebt“, behauptet Ex-Politiker Adolf Hitler

(Sebastian Huber)


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Mary

Werde irgendwie das Gefühl nicht los, als wenn die Tagespresse eine besondere „Vorliebe“ für die HAK Mistelbach hätte ;-)

Ka_Sandra

Ein findiger Wiener Promi-Anwalt (Name der Tagespresse-Redaktion bekannt!) hat diese zahlreichen „Vorfälle“ bereits zum willkommenen Anlass genommen, um eine Sammelklage gegen das Enzi-Erfinderduo Popelka-Poduschka zu erwägen.

Die Schmerzensgeldforderungen übersteigen angeblich die bisherige Schmerzgrenze von € 330,- pro Tag (€ 110,- für leichte, € 220,- für mittlere, € 330,- für starke Schmerzen), da es sich bei Bandscheibenvorfällen bekanntlich um rasende Schmerzen handelt und auch die etwaigen Folgeschäden im Lendenbereich berücksichtigt werden müssen (z.B erektile Dysfunktion mit nachfolgender Depression).

Autsch!!! Das wird teuer!!!

liesi

also a klana inseidatipp für alle kulturfrieks(innen): die „enzi“bankerl im donauzentrum in transdanubia san mindestens genauso bandscheibmschädigend wie im emku. do is ma a vorm regn und (meterologischem) schnee gschützt und für olle mit iku-greta-ten-siro gibts gratis volkskundestudium inklusive studiums des gemeinen prolos mit da unterart prolo alko. a die weana-linien san, glaub i, voi am kulturtripp. vülle von de bankerl in de haltestöhn ham a sitzhechn von weniga als 40 cm – i hab des auf mein wadl als blau-greanen fleck dokumentiert – nur bin i ma net so sicha, dass de bankerl enzi san, weu genau hinschaun trau… Mehr »

R. McDonald

E-card Missbrauch ist wie Kreditkarten-Missbrauch! In den Jahren 2008-2013 gab es 421 Fälle, und immerhin sieben Verurteilungen! Der Schaden waren gewaltige 100.000 Euro. Das ist aber nur des Eisberges, die dunkle Dunkelziffer ist natürlich noch viel größer! Um diesen Schaden zu begrenzen fordern vom MQ, dass mit jeder Annahme einer E-Card auch der Ausweis der entsprechenden Person kontrolliert wird. Nur so kann dem Missbrauch durch Personen die nicht Eigentümer der Karte sind Einhalt einhalt geboten werden. Wir werden sogenannte Mystery Chiller einsetzen, die entsprechend szenekonform getarnt versuchen werden mit fremder e-Card einen Enzi zu besteigen. So werden wir überprüfen, ob… Mehr »

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