Er liebt es, auf der faulen Haut zu liegen. Er schläft den ganzen Tag in der sozialen Hängematte. Er liegt uns schon seit Jahren auf der Tasche. Karl Mahrer, ein stadtbekannter Tachinierer, lässt sich auf Steuerzahlerkosten von der Gesellschaft aushalten. Ein wachsamer Obdachloser griff endlich ein und alarmierte die Polizei.
WIEN – Skeptisch beobachtet der Obdachlose Hermann, wie Karl Mahrer orientierungslos über die Mariahilfer Straße schlendert, ohne Ziel, ohne Aufgabe, ohne Sinn im Leben. 9.092 Euro brutto, 14 Mal pro Jahr, erhält Mahrer als Unterstützung von der öffentlichen Hand. „Klar, dass da die Motivation fehlt, sich einen echten Job zu suchen“, murmelt Hermann.


