Kurz hatte recht: Politisches Netzwerk in Justiz aufgedeckt

BKA/Florian Schrötter /derstandard.at Screenshot (M)

Sebastian Kurz sprach gerne von kriminellen Netzwerken in der Justiz. Jahrelang rätselte das Land, woher die düsteren Vermutungen des Ex-Kanzlers kommen. Heute wird klar: Offenbar sprach Kurz aus Erfahrung. Der „Standard“ berichtet von einer WKStA-Auswertung von Pilnaceks Laptop, die Kurz in fast allen Punkten bestätigt. Ein Faktencheck. 

✅ Behauptung von Kurz: „Politisches Netzwerk in der Justiz“

Hier lag Kurz goldrichtig. Die WKStA-Auswertung liest sich wie das Organigramm eines schwarzen Justiz-Servicecenters. Im Fall Siegfried Wolf lieferte Pilnacek juristische Beratung nach Maß und lieferte Argumente für Rechtsmittel. Wolfs Verteidiger bedankten sich für die „fruchtvolle Zusammenarbeit“.

Bei Blümel fand sich sogar ein Entwurf für eine Beschwerde gegen dessen Hausdurchsuchung auf dem Laptop; laut WKStA ein starkes Indiz für einen kleinen Freundschaftsdienst, als Pilnacek noch Sektionschef war. Ein Fall, der stark nach Winkelschreiberei riecht (§ 57 Rechtsanwaltsordnung).

✅ Behauptung von Kurz: „Informationen werden an Medien gespielt“