Kriminalitätsanstieg: Polizei warnt vor immer aggressiverer Polizei


Metropolico.org, CC-BY-SA 2.0

Die Polizei warnt vor einem drastischen Kriminalitätsanstieg, ausgelöst durch die immer aggressivere Polizei. Die Politik scheint mit dem Problem überfordert. Kann man sich in Österreich noch sicher fühlen?

WIEN – Inspektor Thomas Seitz (56) kneift seine Augen zusammen. „Hier treiben sie sich oft herum“, sagt er und betritt die Polizeikantine der Landespolizeidirektion Wien. Schon seit Jahren ist er auf Beamtenkriminalität spezialisiert. Doch so schlimm wie heuer war die Lage noch nie.

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Härtefälle

„Man dringt zu diesen aggressiven jungen Männern einfach nicht durch“, sagt Streetworker Lukas Zangerle (49). Der diplomierte Sozialarbeiter hat jahrzehntelange Erfahrung mit Bandenkriminalität.

„Diese Gang in Uniform ist die schlimmste. Du fragst sie, was sie da gerade machen und sie drohen dir sofort mit Anzeige, fixieren dich am Boden und rufen ihre Freunde. Dann stehen innerhalb von ein paar Minuten zehn präpotente Macker vor dir“, so Zangerle. Um nicht ins Burnout zu schlittern, wechselt er im Juli nach Neapel, um sich um die Camorra zu kümmern.

Taser und Handschellen

Da es selten zu Verurteilungen von Polizisten kommt, empfiehlt Sicherheitsexpertin Claudia Kopfschuss (61), präventiv alle Österreicher mit Tasern auszustatten. Auch Polizisten sollen besser ausgerüstet werden und erhalten ein zweites Paar Handschellen, die ihnen gleich nach der Polizeischule angelegt werden.

Die Polizei rät Opfern von Polizeigewalt, sofort die Polizei zu rufen. „Auch die Zivilgesellschaft ist hier gefordert wachsam zu sein“, mahnt Polizeipräsident Pürstl. „Wenn sie Zeuge von Polizeigewalt werden, dann stecken Sie ihren Kopf bitte nicht in den Sand, sondern gleich direkt unter einen Polizeibus.“


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Schopenhauer

Gegen die Exekutive ist der Bürger machtlos. Denn bekanntlich kann sich dieses Staatsorgan nur schlecht selbst anzeigen, geschweige denn objektiv gegen sich selbst ermitteln.
Zudem empfindet sich die Exekutive immer im Recht.
Ich habe sehr viele, total sympathische und offenherzige Polizisten getroffen, die wirklich bemüht sind, den Bürgern etwas Gutes zu tun.
Gerade deswegen, sollten schwarze Schafe unter ihnen besonders hart bestraft werden, weil sie eine größere Verantwortung tragen.
Das Vertrauen des Bürgers in die Exekutive kann nur so herstellt werden.
Versetzungen in den Innendienst und Disziplinarverfahren ersetzen keine juristischen Strafen, im Gegenteil, diese milden Maßnahmen fördern den Machtmissbrauch sogar.

Garafon

Die Polizei ist ja viel zu zart, es kann ja nicht jeder so hart behandelt werden wie der Herr Sellner, dass geht ja nicht!

Ich bin so

klein, dass es schon
groß ist, überhaupt
da zu sein! (G. Gurke)

Menschliche

Mikrobe?

Che

Erste Reaktionen! Übergangs-Innenminister Eckart Ratz nimmt den von Ex-Innenminister Kickl noch eilends erteilten Erlass zurück, Klima-Aktivisten das Grüne auszuprügeln.
Um der Linkswende Nachdruck zu verleihen, halbiert er dem darauf spezialisierten Beamten die Anabolika-Ration.

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