„Jeder wird bald jemanden und so weiter eh scho wissen“: Kurz läutet zweite Welle ein


Sebastian Kurz
BKA

Die Zahl der Neuinfektionen lag gestern so hoch wie zwei Tage vor dem Lockdown im März. Grund genug für die Regierung, die lang erwartete zweite Welle feierlich einzuläuten. Sebastian Kurz trat soeben vor die Presse, um Runde Zwei zu offiziell zu eröffnen.

WIEN – „Jeder wird bald jemanden kennen und so weiter blablabla, ihr wissts ja eh scho Bescheid“, erklärt Kurz lapidar und leicht genervt, während er feierlich das Band durchschneidet, um Phase II zu eröffnen. „Die Maßnahmen dauern so lange, wie notwendig“, so Kurz. Eine Lockerung sei erst möglich, wenn die ÖVP wieder bei 50 Prozent steht.

Auch Finanzminister Gernot Blümel ist bereit. „Ich erledige wie immer alles vom Smartphone aus“, lächelt er und hängt sich sein neues iPhone per Kopfhörerkabel als Mund-Nasen-Schutz vors Gesicht. „Ja, hello, es blümelt wieder, da spricht der Gernot, genau, Finanzminister Gregor Blimlinger. Du, ich wär jetzt fertig mit dem politischen Politik-Meeting, kannst du mir schnell sagen, wo das Finanzministerium steht? Ja, genau, das wo ich arbeite. Alles klar, danke, das ist in Wien, oder?“

Disziplin

Der grüne Koalitionspartner fordert maximale Disziplin ein. „Und nicht vergessen, keine privaten Besuche! Diesmal aber wirklich! Ohne Scheiß!“, sagt Gesundheitsminister Rudolf Anschober und versucht ein Lachen zu unterdrücken. „Ich meins ernst! Und außerdem müssen Sie eine rote Clownsnase tragen und–“, sagt er und versucht, sein Lachen zu verkneifen, „und dreimal am Tag mit Maske den Macarena tanzen! Wirklich! Hahaha!“, lacht Anschober und wischt sich die Tränen weg.

Hamsterkäufe

Schon seit 11 Uhr sind in vielen Supermärkten Klopapier, Dosenessen und Pasta ausverkauft. „Meine Gattin hat jetzt seit elf Wochen die damals im März gehamsterten Spaghetti gekocht, bei der nächsten Welle jetzt probier ich mal was Neues“, lacht der Wiener Wolfgang Schweiger und lädt 140 Packungen Farfalle in seinen Einkaufswagen. 

Die Behörden sind gerüstet, wie ein Lokalaugenschein bei der Wiener Polizei zeigt. „Endlich macht die Hackn wieder Spaß“, freut sich eine Polizistin und zerrt einen Jugendlichen von einer Klimmzugstange. Ihr Kollege kniet sich auf seinen Rücken. „Das macht dann 500 Euro und irgendwo in dir drinnen ist sicher ein Schas, also aufrunden bitte auf 1.000 Euro.“

Fahrplan

Der Fahrplan für die zweite Welle ist laut Innenminister Karl Nehammer schon fixiert: „Am 12. Juli steht für Sebastian Kurz eine Pressereise ins Kleinwalsertal am Programm. Von 14. Juli bis 19. Juli erwarten wir eine Hitzeperiode von über 40 Grad, da wird die Köstinger dann in Wien alle Parks sperren lassen und sicherheitshalber auch alle Balkone. Wahrscheinlich werden wir auch die Fenster aller Wiener Wohnungen vernageln müssen. Danach bespielen wir die Bevölkerung mit ‚I Am From Austria‘, bis wir sie endgültig gebrochen haben. Weil wir wissen aus Studien, wenn ein Mensch keine Hoffnung und keine Freude mehr empfinden kann, wenn er innerlich völlig tot ist, wählt er die ÖVP.“

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„Weil wir wissen aus Studien, wenn ein Mensch keine Hoffnung und keine Freude mehr empfinden kann, wenn er innerlich völlig tot ist, wählt er die ÖVP“ – um diese Wählerschaft kämpft aber auch der HC…

Jein. Das wäre die nächste Stufe. Zu HC kommt man wenn man keine Freude empfinden kann, aber sehr wohl Hass.

Hass auf den Rechtstaat, ja, stimmt.

Hass auf den Rechtsstaat?? 😜

Darum sind also soviele Wähler von der SPÖ zur ÖVP gewechselt?

Um deren geistigen Zustand mache ich mir ernsthaft Sorgen. Um unseren Lügen Kanzler zu hofieren muß man nicht unbedingt ein Idiot sein, aber es erleichtert die Sache.

Dieser Satz „…“ ist der Satz des Jahres!! – Pulitzerverdächtig!
Und richtig, HC hat genau gleiche Wählergruppe, denn wie sagten HC und Kurz noch vor 2 Jahren:
„Zwischen uns passt kein Blatt Papier“

Wir leben ja im Zeitalter der Idioten an der Macht. Trump, Putin, Erdogan, Orban, Kaczynski, Babis, Bolsonaro, die Liste ist beliebig verlängerbar. Wir haben halt Kurz, Blümel, Tanner, Raab, Aschbacher, Nehammer und die Schnöselbuberln aus Bastis engstem Beraterteam.

Kurz wird alles daran setzen, um unter den internationalen Sterzdeppen ERSTER zu werden!

Er arbeitet intensiv daran.

Er soll nicht intensiv daran arbeiten, sondern sehr effizient und nur mit dem Handy. Soll sich’s vom Blümerl zeigen lassen, wie das geht, dann gelingt‘s sicher!

Die letzte Bearbeitung ist 7 Tage her von FraFi

Pressereise ins Kleinwalsertal diasmal aber bitte mit Blasmusikkapelle, verpflichtend beflaggten Häusern und jubelnden Menschenmassen, damit unser sich kaum an die letzten Tage erinnern könnender Bundeskanzler sich vom Ibiza-Auschuss erholen kann der Arme

Der letzte Satz ;D Ich werd nimmer

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