„Ich kenne mich ja gar nicht persönlich“: Das Transkript des Kurz-Anrufs


Kurz telefoniert mit Schmid
Daniel Biskup / laif / picturedesk.com, ÖBAG (M)

Ex-Kanzler Sebastian Kurz tat das, was jeder macht, der sich keiner Schuld bewusst ist: Er schnitt ein Telefonat mit seinem Vertrauten Thomas Schmid heimlich mit. Das Tonband ist geheim, doch das Transkript wurde der Tagespresse zugespielt.

Kurz: Hallo Thomas, mein flüchtiger Bekannter und ehemaliger Mitarbeiter, du, ich ruf nur kurz an, ich kann eigentlich kaum sprechen, weil ich grad in einem Waisenhaus ehrenamtlich Kindern helfe. Und… hobts scho Abendgessn, jo? Jo?

Schmid: Servus, danke, Abendessen war pipifein. Ist das dieser Pseudo-Anruf, den wir uns ausgemacht haben, oder? Ja?

[Kurz schweigt, seufzt]

Schmid: Ah shit, sorry, soll ich nochmal anfangen?

Kurz: Nein egal… Und sag… wie geht’s der Frau Mama?

Schmid: Eh gut, deiner?

Kurz: Meine ist sehr traurig, dass ich medial so vorverurteilt werd, obwohl ich ja gar nix gemacht. Was, Mama? Moment, sie steht grad vor der Tür. Ja, Mama, ja, ich helf dir gleich! Sorry, bin schon wieder da. Sie hat gesagt, dass ich so ein braver Bub bin.

Schmid: Ähm… okay.

Kurz: Aber halten wir uns nicht länger damit auf, dass ich so brav und unschuldig bin… Du, sag einmal, welches kranke Gehirn namens Sebastian Kur-, sorry, können wir den Satz dann rausschneiden?

Schmid: Was?

Kurz: Nix. Welches kranke Gehirn kommt bitte drauf, dass ich das beauftragt hätte dieses Weinstabl-Tool oder so, und so, ich find nur… ich find nur so skurril, wie kann man sagen, ich hätte das beauftragt, nur weil ich davon extrem profitiert hab? Ich mein, ich kenne mich ja nicht einmal persönlich und habe nur aus den Medien erfahren, dass ich überhaupt Kanzler wurde.

Schmid: Das mit dem Anstiften, das ist generell so … ähm… diese ganzen alten Sexisten vom Standard und so, die verdrehen das alles, also, was wollt ich…

[langes Ziehgeräusch ist zu hören]

Schmid: Mmmm, aaaah, jetzt gehts wieder, du, ich war übrigens gestern mit der Köstinger auf einen Kaffee, auf einmal zahlt die am Ende die Rechnung, dabei sag ich noch, ich regel das schon bei der Finanz.

Kurz: Steuerbare Weiber…

[noch längeres Ziehgeräusch ist zu hören]

Schmid: Du Basti… ich glaub, ich werde mit den Bullen reden… ich weiß, ich weiß, damit verstoß ich gegen den ÖVP-Ethikkodex, aber meine Mama hat gesagt, so haben wir dich nicht erzogen… sie hat mich da überredet.

Kurz: Ja, verstehe ich… versteh ich total… war bei meiner Mama genau so… also im Prinzip… hat sie das alles, dieses Schambein-Tool oder wie heißt das überhaupt nein, sag nix, ich will es gar nicht wissen! Ich weiß das ja nicht, also im Prinzip… meine Mama, ja, das hat sich alles meine Mama ausgedacht… 

Schmid: Ist das jetzt deine neue Nummer?

Kurz: Ja, ich hab jetzt 200 Handys… ganz normaler Vorgang, aber ruf nicht mehr an ok, ich meld mich eh. Du, ich muss auch leider los, ich koch heut noch Maroni für eine Benefizveranstaltung von Milliardären mit posttraumatischen Belastungsstörungen von willkürlichen Steuerprüfungen. Mami? Mami ich telefonier noch mit dem Thomas, ja genau, der, der sich alle strafrechtlich relevanten Vorgänge ohne mein Mitwissen selbst ausgedacht hat. Ja, genau, der „Knast-Thommy“, der schuld an allem ist. Sorry, bin schon wieder da. 

[extrem langes Ziehgeräusch ist zu hören]

Schmid: Ist… ist da vor der Tür wirklich deine Mama?

Kurz: Ja, wieso?

Schmid: Ich frag nur…

Kurz: Ich kenn ja wohl meine Mama. Und das schon ewig, viele Jahre, seit meiner Geburt! Wir sind danach in Kontakt geblieben.

Schmid: Wenn deine Mama wirklich da ist, dann kannst sie mir ja kurz mal geben?

Kurz: Mama, magst du mal mit dem Thomas sprechen? Mhm, ok, verstehe. Also sie sagt, sie will nicht mit der reden, weil du dir das Schambein-Tool einfallen hast lassen, um mich hinter meinem Rücken und ohne mein Mitwissen an die Macht zu bringen.

Schmid: Das hat sie gesagt? Mama, der Basti lügt schon wieder. Ja… ok, mhm. Also meine Mama sagt, sie will auf der Stelle mit deiner Mama sprechen.

Kurz: Scheiße!

[Kurz legt auf]

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44 Kommentare
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Also der „TOP-Lauser SECRET-Brauser“ scheint was draufzuhaben.

Hot da Ex-Jung-BK-„Basti“-SuperStar totsächlich übaseh’n, uns do in Österreich flächendeckend mitzuteilen, warum „ER“ ziemli genau a gaunzes Kalendajohr gebraucht hot, üba seine rechtsfreundliche Vertretung da WKStA a hamlich aufgezeichnetes Telephonat vom Montag, den 18. Oktober 2021, zukommen zu loss’n,
wenn sei Aumtszeit ols Bundeskaunzler der Republik Österreich eh nix aunders ols super-sauber und ausschließlich nur super-sauber woar . . . . .

Hammer !

Ich hätte gern WC Papier mit Brustportraits dieser ganzen Türkisen Familie als Aufdruck….

Fördert Hämorrhoiden!

https://www.youtube.com/watch?v=Qp1XODO1Wtg

„God we thank you so much for this man, for the wisdom you have given him.“

Tja, da wird man dann zum Atheisten. Wenn es Gott gäbe würde er sowas nicht machen.

Gott gibt es zwar, aber eben nicht als Person, sondern als Geist (der Geschwisterlichkeit). Wie Hugo Ball anno 1919 bemerkte: Gott ist die Freiheit der Geringsten in der Gemeinschaft aller

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