Home Office: Regierung beschließt Pendlerpauschale für Weg von Couch zum Kühlschrank


Glückliche Frau nimmt Kuchenstück aus Kühlschrank
Depositphotos / chika_milan

Eine Task Force rund um Arbeitsministerin Christine Aschbacher soll bis März 2021 neue Home-Office-Regeln erarbeiten. Bei einer Pressekonferenz wurde heute ein erster Meilenstein präsentiert: Die Pendlerpauschale für den Arbeitsweg zu Hause in den eigenen vier Wänden.

WIEN – „Die Regeln zum Thema Home Office entstanden unter enger Einbindung der Arbeitnehmervertreter“, erklärt der Pressesprecher des Arbeitsministeriums und zeigt auf eine mit Nadeln durchlöcherte Voodoo-Puppe mit dem Bild von ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian.

„Die Details wird Ihnen nun die Familienministerin erläutern“, lächelt er und drückt auf eine Fernbedienung. Nach einem kurzen Piepsen beginnt Aschbacher, mechanisch den Mund zu bewegen: „Lorem ipsum dolor sit amet, consetetur sadipscing elitr, sed diam nonumy.“ Ein IT-Techniker eilt herbei und fährt die Ministerin neu hoch, worauf diese zu rotieren beginnt und manisch grinsend Hundert-Euro-Scheine an Babys verteilt. „Fuck, fuck, fuck, sorry, falscher USB-Stick, sie meldet sich dann gegen 14 Uhr nochmals.“

Arbeitnehmer erfreut

Betroffene Arbeitnehmer freuen sich über die finanzielle Erleichterung. Alexander Lessacher etwa muss seit März jeden Tag 30 Kilometer Wegstrecke zwischen Wohnzimmer und Küche zurücklegen: „Das ist schon super! Meine Steuerberaterin hat gesagt, wenn ich noch weitere 20 Kilo zunehme, dann kann ich mich beim Finanzamt als LKW anmelden und auch noch mein Essen als Betriebsausgabe geltend machen. Aber jetzt noch ein kleiner Snack…“ Lessacher öffnet den Kühlschrank und legt sich eine Knackwurst auf sein Käse-Mayo-Bosna-Knackwurstschnitzelsemmerl.

Leider nicht genehmigt wurde sein Antrag über 850.000 Euro für die Errichtung einer eigenen Betriebskantine mit zwei italienischen Köchen im Gang vor dem Badezimmer.

AK skeptisch

Die Arbeiterkammer zeigt sich hingegen weniger euphorisch, denn viele Forderungen wurden von der Regierung einfach abgeschmettert. Ein hochrangiger Gewerkschafter tobt: „Das is alles a Wahnsinn! Zum Beispiel haben wir eine Gefahrenzulage verlangt, wenn man mit seinem angesteckten Laptop in der Badewanne arbeiten möchte. Im Finanzministerium ist man allerdings der Meinung, dass man zum Arbeiten gar keinen Laptop benötigt.“

Als Beweis, dass man auch offline Zoomen kann, präsentiert die ÖVP einen großen aufklappbaren Friseurspiegel, mit dessen Hilfe Kanzler Sebastian Kurz täglich mit sich selbst konferiert.

Wann die neuen Regeln fürs Home Office in Kraft treten, ist unklar. Derzeit wird Aschbachers Festplatte fieberhaft formatiert. Ihr IT-Techniker ist zuversichtlich: „Pünktlich zu Covid-25 sind die Regeln dann fertig.“

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Ganz großartiger Text, beschreibt perfekt Selbstverständnis und Kompetenzen der Basti-Truppe.

„Pünktlich zu Covid-25 sind die Regeln dann fertig.“

Nailed it!

Ihr seid echt wunderbar

Zum Arbeiten.. kein Laptop
Ich habe sehr gelacht
Euer Gernot

😂😂😂hab mich wieder prächtig amüsiert, vielen dank!!!

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