„Heute vor fünf Jahren…“: Facebook zeigt traurigem Dschihadisten Erinnerungsvideo


Das war wohl nicht beabsichtigt: Facebook stürzte den ehemaligen Dschihadisten Ahmed B. (32) heute mit einem automatisch generierten Erinnerungsvideo in eine schwere Depression. Die Zusammenstellung der schönsten Bilder aus dem Kalifat riefen nostalgische Erinnerungen an bessere Zeiten hervor.

„Ach, 2014. Der Summer of Hate! Wir dachten, wir können die Welt verändern“, seufzt Ahmed betrübt, während er das Video am Fliesentisch in seiner Gemeindebauwohnung in Favoriten ansieht. Mit glasigen Augen starrt er auf den Bildschirm, auf dem lustige Selfies von zerstörten antiken Kunstwerken, von Hausdächern gestoßenen Ungläubigen und fetzigen Selbstmordattentaten untermalt mit fröhlicher Musik vorbeiflimmern.

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Verbitterung

Unter dem Video blendet Facebook einen großen „Teilen“-Button ein. „Aber wozu? Es ist ja niemand mehr da, mit dem ich das Video noch teilen könnte. Alle meine Kumpels von früher sind entweder tot, oder konnten bei anderen fanatischen Extremistengruppen untertauchen wie der JVP.“

Über den Niedergang des Kalifats zeigt sich Ahmed verbittert: „Das ist wieder einmal typisch. Da schließen sich paar junge Leute zusammen, weil sie ein cooles Politik-Start-up auf die Beine stellen wollen. Und dann kommen irgendwelche Alteingesessenen daher und machen alles kaputt.“

Facebook reagiert

Ein Facebook-Sprecher zeigt sich auf Anfrage erfreut über den Vorfall: „Es ist schön, dass das Erinnerungs-Feature seinen Zweck erfüllt, nämlich die Menschen mit schönen Erinnerungen an bessere Zeiten Tag für Tag mit ihrer eigenen Sterblichkeit, mit der Vergänglichkeit des Seins, mit der völligen Sinnlosigkeit ihrer gesamten Existenz zu konfrontieren.“

Er gibt Einblicke in kommende Features wie etwa einen Countdown, der anhand aller verfügbaren Daten über einen User auf ein individuell errechnetes Sterbedatum herunterzählt.

Alltagstrott

Ahmed muntern diese Ankündigungen nicht auf. Er ist gefangen im ewigen Trott des grauen Alltags. „So, ich muss jetzt in die Arbeit“, sagt Ahmed, steckt Pfefferspray, Klappmesser und GIS-Mitarbeiterausweis in die Brusttasche und verlässt die Wohnung.


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Und wenn die ÖVP nicht mehr an die Maacht käme?

Dann würde Österreich abgeschafft? Hehe: lustige Machthaber.

Das Pack

ist durch nichts zu retten.
Nur zu beseitigen ist möglich.
Bei den nächsten Wahlen.

Aber so wird’s leider nicht
kommen. Parteimitgliedszahlen
sowie Followers in den asozialen
Medien lassen es erkennen.

Peter

Wenn sie bloß hirntot wären, aber sie sind
hirnkrank. Und das ist schlimm!

K. A. E.

Ich arbeite gerne im Ein-Mann-Team. Ich weiß auch nicht, wieso die anderen so egoistisch sind.

K. A. E.

Geht jetzt die Blockquote auch nicht mehr?
Wie kraaaaank bist du denn?

@ dich dort oben!

Und fehlen dir die Haar am Kopf,
wächst bestimmt am Kinn ein Zopf. (kea)

K. A. E.

Ich arbeite gerne im Ein-Mann-Team. Ich weiß auch nicht, wieso die anderen so egoistisch sind.

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