Harte Sanktionen: Raika friert Sumsi-Konto von Putin ein


Putin schaut traurig der entschwindenden Sumsi nach
depositphotos.com (M)

Die von der EU beschlossenen drastischen Wirtschaftssanktionen machen auch in Österreich Schule. Die Raiffeisen Bank greift hart durch. Heute morgen wurde das Sumsi-Konto von Wladimir Putin, auf dem der russische Präsident 7,50 Euro angespart hat, vorübergehend eingefroren. Das Girokonto, das Aktiendepot und der Bausparer sind jedoch nicht betroffen.

MOSKAU – Mit versteinerter Miene sitzt Wladimir Putin vor seinem Tablet, immer wieder versucht er, sich ins Raiffeisen Netbanking einzuloggen. Doch sein Sumsi-Konto ist nicht mehr erreichbar. „Verdammt, heißt das jetzt, ich bekomm am Weltspartag kein hecht geiles Geschenk mehr? Wie soll ich bitte ohne Burton-Rucksack die Amis beim Gipfel mit meiner jugendlichen Coolness beeindrucken?“

Der Kreml-Chef nimmt sein Rotes Telefon und drückt auf die Kurzwahltaste 1. Es läutet, jemand meldet sich. „Guten Tag, Sebastian Burgstaller, Raika Weinviertel Nord, waskannifürsietuneinenbausparerodereinenkreditodereinbisserlgeldwäscheoderwieoderwas?“ Putin atmet schwerfällig in den Hörer. „Wo ist mein alter Finanzberater? Wo ist Herr Josef Pröll? Oder halt der andere, dieser Lüssel?“ 

Der Raiffeisen-Mitarbeiter seufzt: „Herr Putin, es tut mir leid, die EU hat ein bisserl Druck gemacht, wir haben was tun müssen, aber es ist eh nur das Sumsi-Konto betroffen. Auf das Girokonto, die Aktien und den Bausparer können Sie noch zugreifen, apropos, wie schaut’s denn aus mit dem Doppel-Chalet in Zell am See, haben wir schon das Go vom Makler?“ 

Jahrelang gespart

Doch der für seine Geizigkeit bekannte Putin will sich sein Sumsi-Konto nicht nehmen lassen. „Ich habe jedes Jahr 50 Cent eingezahlt, vor allem, weil ich das Sumsi-Magazin so liebe. Die Comics sind immer so zum Brüllen. Letztens hat die Sumsi einen linken Studenten gestochen, weil der nicht seine gesamten Ersparnisse in den Raiffeisen Very Very Unsustainable Energy ETF Russia 5000 investieren wollte, hihihi, das ist so schön mitten aus dem Leben gegriffen.“

Putin ist seit 2014 Mitglied der großen Raiffeisen-Familie. Riskiert er tatsächlich, sämtliche Boni, etwa eine 20%-Ermäßigung auf Egger Bier im Lagerhaus, zu verlieren? „Die Ukraine ist mir mittlerweile egal. Ich hätte aber nicht damit gerechnet, dass die Raiffeisenbank so weit geht. Ich dachte, die Raika und ich, wir sind Verbündete im Kampf gegen die westlichen Werte? Wo wär die Raika ohne unser russisches Geld, wo?“

Druck wird immer größer

Wie lange kann Putin dem Druck noch standhalten? „Bin ich jetzt etwa auch nicht mehr beim Raiffeisen Jugendclub? Bitte das geht nicht, der Lawrow Sergei und der Gusenbauer Alfred und ich, wir wollen zum Nova Rock, wir haben schon ermäßigte Karten gekauft, sagt nicht, dass ich jetzt nicht zu Seiler und Speer kann?“ Droht Putin der Supergau? Kann er im Sommer doch nur zu Pizzera & Jaus?

Neue Märkte

Die Raiffeisenbank International ist in Russland stark engagiert. Dort erzielt sie 40% ihres Nettogewinns erzielt, dort sitzen 90% ihrer Geldwäsche-Kunden. Seit wenigen Tagen ist sie panisch auf der Suche nach neuen Märkten. „Wir wollen nicht mehr finanziell abhängig sein von einem einzelnen irren Diktator. Wir wollen das Risiko streuen“, erklärt ein Raika-Vorstand.Derzeit laufen intensive Gespräche mit mehreren Taliban-Fürsten, einem Diktator aus Eisenstadt und dem IS. „Wir sind offen für alles, Geld stinkt nicht, haha. Einziges Problem ist, dass die aus irgendeinem Grund unser Giebelkreuz nicht wollen. Aber das lässt sich sicher ändern, wer zahlt, schafft an, nicht wahr?“, lächelt der Vorstand und ersetzt das alte Logo durch eine IS-Flagge. 

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„Derzeit laufen intensive Gespräche mit mehreren Taliban-Fürsten, einem Diktator aus Eisenstadt und dem IS.“

Beste Auflistung des Jahres 👏🏻👌🏻

Und beste Beschreibung der Strategie (40% des Gewinns, 90% der Geldwäschekunden). Never put all your eggs in one basket- hätte die ehem. Bauerngenossenschaft doch wissen müssen.

Wie kommen anständige IS Fürsten dazu, mit einem Diktator aus Eisenstadt in einen Topf geworfen zu werden?
Wo sind da die Menschenrechte???

Nunja, möglicherweise liegt es daran das die Taliban den abgeschoben haben weil er sogar für die zu brutal und unbarmherzig war ?

Herr Doktor Lüssel heißt das aber noch! Soviel Zeit muss sein!

Ein afghanischer Taliban Fürst ist dumm und gewalttätig. Ein österreichischer Landesfürst muss nur eine der beiden Eigenschaften haben.

aber es sprichts dagegen, wenn er beide hat, odr? Maunder, isch zeit

Ob das ein Herr Ludwig Scharinger unterschreiben würd ?

Also DAS trifft die Russen sicher härter als das Adidas-Embargo !

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