Die Diskussionen um einen neuen Standort für die viel kritisierte „Grüß Göttin“-Tafel sind noch nicht zu Ende, da kommt von den Tiroler Grünen bereits der nächste kontroverse Vorschlag. Neben einem „Grüß Göttin“-Schild soll nämlich nun auch eine „Grüß Allah“-Tafel aufgestellt werden, zumindest wenn es nach den Grünen geht.
„Mit der „Grüß Göttin“-Tafel hat Tirol einen wertvollen Beitrag zur Gleichstellung von Frauen in der Gesellschaft geleistet. Damit auch Muslime im öffentlichen Raum sichtbar werden, wird in Kürze unsere „Grüß Allah“ Tafel präsentiert“, so Landesrätin Christine Baur im Interview mit der Tiroler Tagespresse.
Damit reagieren die Tiroler Grünen auf die systematische Diskriminierung Andersgläubiger in der heimischen Sprache. „Sprache schafft Wirklichkeit. Durch die regelmäßige Verwendung des Ausdrucks „Grüß Gott“ im Tiroler Sprachgebrauch werden Muslime diskriminiert und somit im Alltag unsichtbar. Bei parteiinternen Sitzungen begrüßen wir uns deshalb immer mit ‚Grüß Mensch'“, so Baur.
Wo genau das etwa zehn Meter breite „Grüß Allah“-Schild stehen soll, ist noch nicht klar. Aus vertraulichen Quellen ist jedoch zu hören, dass die Grünen die Tafel auf die mittleren zwei Spuren des viel befahrenen Südrings stellen wollen. Mit diesem Standort könnte nicht nur eine wertvolle Maßnahme zur Gleichstellung von Muslimen, sondern auch zur Verkehrsberuhigung in Innsbruck gesetzt werden.
Entsprechend glücklich zeigt sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Ingrid Felipe über den Erfolg. „Allah sei Dank haben wir diese Tafel endlich durchsetzen können“, so Felipe in einer ersten Stellungnahme.
(Michael Mingler. Foto: Montage)


