Gelebte Nachhaltigkeit: Eva Glawischnig installiert Solarzellen auf dem Brett vor ihrem Kopf


Brett vor dem Kopf

Schon seit Jahren trägt Eva Glawischnig aus beruflichen Gründen ein Brett vor dem Kopf. Nun will die Parteichefin der Grünen diese Fläche nachhaltig nutzen und eine Solaranlage darauf errichten.

Noch im letzten Jahrzehnt galt Eva Glawischnig als aufgeweckt, intelligent und mit scharfem Verstand. „Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass sie dich im Parlament schief anschauen und du einfach nicht dazu gehörst, wenn du kein Brett vor dem Kopf hast“, erklärt Glawischnig ihrer Lieblings-Fahrradzeitschrift Fair-Tret und zeigt auf die etwa einen Quadratmeter große Holzplatte, die mit einem Stirnband vor ihren Augen angebracht ist.

Wie mehr als 170 andere Nationalratsabgeordnete bestreitet sie ihren Alltag im Parlament seit Jahren nur noch mit Brett vor dem Kopf. Politexperte Filzmaier erklärt, dass Glawischnig wie ein Pferd mit Scheuklappen sich dadurch auf die für sie politisch wichtigen Themen konzentrieren kann: „Durch die kleinen Ritzen und Löcher sieht sie zwar das Binnen-I und die Radwege, aber große weltpolitische Themen prallen wie Tennisbälle an der Platte ab.“

Dass die Grünen nun die freie Fläche für umweltschonende Energiegewinnung nutzen, ist auch eine Art Wiedergutmachung für alte Sünden. Der ehemalige Parteichef Van der Bellen hat Anfang des Jahrtausends jahrelang so viel Zigarettenrauch ausgestoßen, dass die UNO ihn damals sogar neben China und Indien auf die schwarze Liste der Klimasünder setzte.

Die Grünen sind nicht die erste Partei, die überlegen, die brachliegenden und ungenutzten Kopfflächen ihrer Politiker für Energiegewinnung zu nutzen. In der ÖVP gibt es seit längerem ähnliche Pläne: noch in diesem Herbst soll auf Erwin Prölls Glatze ein kleiner Windpark entstehen, und Klubchef Reinhold Lopatka wird in kürze von OMV-Mitarbeitern untersucht. Lopatka gilt in Politkreisen als so schmierig, dass man ihn eventuell zur Ölgewinnung verwenden kann.

Weiterlesen: Strache nach Urlaubsflirt frisch in sich selbst verliebt

(Jürgen Marschal. Foto: Die Grünen/Montage)

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Ka Hirn in da Birn
owa a Bredl voam Schädl!!!

Fair tret. Haha.

Van der Bellen’s CO2-Ausstoss gehört ja echt mal thematisiert… Möcht nicht wissen, wieviele Zertifikate Österreich da kaufen musste…

+

Immerhin hatte der Zigarettenkonsum vom Van der Bellen den positiven Nebeneffekt, dass das Holzbrett regelmäßig in Flammen aufgegangen ist und ihm (dem VdB) sozusagen gelegentlich „ein Licht“ aufging, wodurch er manchmal gar nicht soooo schlechte Ideen hatte, von denen sich einige aktuelle Politiker durchaus mal was abschauen könnten – ernsthaft.

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