„Geht alles auf mich, Burschen“: Strache setzt bei Pressekonferenz teuren Wein auf Spesenrechnung


HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

Mit einer großen Geste beendete Heinz-Christian Strache heute seine politische Karriere. Um zum Abschied mit den Medienvertretern anstoßen zu können, lud er alle Anwesenden nach seiner Rede auf einen großen Umtrunk ein. Dabei zeigte er noch einmal seine großzügige Seite.

WIEN – „Liebe Medienvertreter! Nur diese Flasche Château Mout-…, Mouto-…, Rotwein kann ausdrücken, wie schwer mir dieser Abschied fällt“, erklärt Strache, trocknet sich seine feuchten Augen mit einem Taschentuch aus Blattgold und holt eine stark abgenutzte Mastercard Limited Edition Opalstein aus seiner FPÖ-Krokodilleder-Geldtasche.

Wehmütig dekantiert er den Wein. „Viel zu lange im braunen Fass gereift, starker Alkoholgeruch, bitter im Abgang; ich weiß, was mir meine Kritiker vorwerfen werden.“ Dann nimmt er einen Schluck. „Der korkt. Spritzen Sie mir das mit Red Bull auf.“

Gewissensfrage

Vor Journalisten erklärte er seinen Rückzug: „Am Ende war es eine Entscheidung des Gewissens. Es hat mich berührt, zu sehen, wie die SPÖ nach ihren Fehlern geschlossen die Politik verlässt und im Boden verschwindet. Ich will es ihr gleichmachen.“

Großzügigkeit wird innerhalb der Familie Strache offenbar großgeschrieben. Während der Konferenz stößt Straches Frau Philippa dazu und bringt den Journalisten selbstgemachte Kaviartaschen, die sie ehrenamtlich gebacken hat. „Ich verrechne der Partei natürlich nur Material, Transport, Arbeitszeit und meine neue Designerküche aus Mailand“, erklärt sie und wischt sich erschöpft die Hände an ihrer Prada-Küchenschürze ab.

Parteikollegen entsetzt

Zeitgleich tobt man bei der FPÖ. „Eine Linie ist überschritten“, sagte Norbert Hofer ungewöhnlich scharf in Richtung seines ehemaligen Weggefährten. „Es gibt innerhalb der freiheitlichen Gesinnungsfamilie eine strikte Compliance-Regel, die nicht gebrochen werden darf: Wenn du irgendwo ein Besäufnis auf Parteikosten veranstaltest, sind alle anderen Funktionäre einzuladen.“

Turbulenzen

Gegen Ende der Veranstaltung ruft ein Bankangestellter bei Strache an. Seine Ausgaben der letzten Tage versetzten die Finanzmärkte in Turbulenzen und ließen den Euro um 10% gegenüber dem Dollar absacken. Die FPÖ gilt aufgrund der hohen Spesenrechnung mittlerweile als „too big to fail“. Um einen Zusammenbruch des Finanzsystems zu vermeiden, schnürt der Internationale Währungsfonds derzeit einen Notkredit für die Partei.

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„Der korkt. Spritzen Sie mir das mit Red Bull auf.“
Das bringt nun aber wirklich das Faß zum überlaufen!!!!!

Kann man bitte die Postings entfernen, die nur Sätze aus dem Artikel wiederholen?

so eine kulinarische Wildsau
soller lieber bei seinen 3 Bieren bleiben

Liebe FPÖ Wähler spendet doch lieber eure 25€ Mitgliedsbeitrag der armen Frau Filippa, die leidet nun so sehr. Seit Tagen keine neue Prada Tasche gekauft.

A fail too big named Strache. Let’s see if Hofer, Kickl & Konsorten follow…

I hope ?

so* ?

Noch ist die Brieftasche aus Krokodilleder. Die nächste wird aus Zwiebelleder sein.

auf die Äuglein drücken.

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