„Gefährliche Pandemie“: Tiroler Behörden wollen Ausbreitung von Hafermilch stoppen


Frau im Schutzanzug testet Cappucino
EXPA/APA/picturedesk.com (M)

Eine gefährliche Pandemie breitet sich zur Stunde in Tirol unkontrolliert aus: Immer mehr Menschen werden positiv auf Hafermilch getestet. Die Landesbehörden nehmen die Situation sehr ernst. Seit Stunden wird über Notmaßnahmen getagt, selbst eine komplette Abriegelung des Bundeslandes steht im Raum.

ISCHGL – Es herrscht Ausnahmezustand. Der Zivilschutzalarm läutet durchgehend. Mit Helmen, Skistöcken und Chlamydien bewaffnete Skilehrer patrouillieren auf den Straßen. Bei einem Pärchen aus München wird ein verdächtiges Päckchen mit der Aufschrift „Oatly“ gefunden, sie werden sicherheitshalber für zwei Jahre in ihrem Hotelzimmer in Quarantäne gesperrt. 

„Die Behörden haben gar nichts richtig gemacht“, räumt Landeshauptmann Anton Mattle schuldbewusst ein. „Aber jetzt ist nicht die Zeit zum Streiten, das machen wir nach der Krise, und ja, da werden wir auch über meine persönliche Zukunft reden. Jetzt müssen wir handeln, bevor sich diese Pandemie von Tirol aus in ganz Europa ausbreitet.“

Landwirtschaftskammerpräsident Josef Hechenberger zeigt sich bestürzt über die Entwicklung. „Jeder kann seinen Teil dazu beitragen, dass sich die Pandemie nicht ausbreitet“, erklärt er. „An öffentlichen Orten ist ein Mindestabstand von einem Meter zu Hipster-Baristas mit Pronomen in ihrer Twitter-Bio einzuhalten. Und gegen den versehentlichen Hafermilch-Konsum hilft eine FFP8-Maske.“

E-Mails aus Island

Die Alarmkuhglocken zum Läuten brachten besorgniserregende E-Mails aus Island, berichtet Mattle. „Die isländischen Behörden haben im Gepäck von heimkehrenden Touristen Hafermilch gefunden und wollten wissen, ob wir ihnen…“, Mattles Stimme stockt, „…mehr davon schicken können.“ Die E-Mails landeten zuerst im Spam-Ordner und wurden nur durch einen glücklichen Zufall entdeckt. Die Behörden verschwendeten keine kostbare Zeit und handelten sofort. 

Zur Stunde ist unklar, wer die „laktosefreie Seuche“ (Zitat: Tiroler Tageszeitung), auch die „weiße Pest“ (ORF Tirol) genannt, ins Land einschleppte. Im Verdacht stehen britische Skilehrer, die womöglich Hafermilch aus der Heimat ins Land schmuggelten, vorbei an den strengen Grenzkontrollen.

Ausbreitung in Aprés-Ski-Lokal?

Die Ausbreitung könnte nach ersten Hinweisen im bekannten Après-Ski-Lokal „Kitzloch“ erfolgt sein, wo an alkoholisierte Einheimische White Russians mit Hafermilch ausgeschenkt wurden. „Die Behörden haben sofort reagiert und das Kitzloch von der Luft aus bombardiert“, stellt Mattle klar. In Ischgl zeigt man sich selbstkritisch: „Ja, womöglich hat der Massentourismus bei uns exzessive Züge angenommen“, so der Bürgermeister zur Tagespresse.

WHO kalmiert

Indes versucht die WHO (World Hafermilch Organisation) zu kalmieren. Im Gegensatz zur deutlich gefährlicheren Kuhmilch verlaufe der Konsum von Hafermilch in 99 Prozent der Fälle mild. Einzig vulnerablen Personen, wie Tiroler Landwirtschaftskammer-Funktionären, wird empfohlen sich täglich den gesamten Körper mit Melkfett einzureiben, um einen direkten Hautkontakt mit der für sie toxischen Flüssigkeit zu vermeiden.

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26 Kommentare
  • Wo bleibt denn der blade Hörl, wenn man ihn einmal brauchen könnte, um mit seiner Adlerrunde die Hafermilchmafia zu eliminieren?

  • Die ÖVP vs die Hafermilchmafia … DAS ist echte Härte !
    Umsteigen auf Haferproduktion anstatt die Viecher tagtäglich für frischen Kuhsaft auszuquetschen ist ja keine Option für einen echt konservativen Biobauer der seit Ewigkeiten auf Glyphosat vertraut weil das AMA Gütesiegel kriegst auch wenn deine Viecher schon 3 Monate tot sind.

  • Ihr habt mich echt drangekriegt! Ich dachte, das sei erfunden, wie schon öfter, etwa bei Waldhaus 10 Geboten.
    Es ist ein Tatsachenbericht, hab gerade gelesen:
    „Ich vermisse hier ganz klar die Sensibilität gegenüber der heimischen Landwirtschaft. Es sind die Tiroler Bäuerinnen und Bauern, die mit harter Arbeit das ganze Jahr über einen Mehrwert für den Tourismus leisten“, so Hechenberger.
    Und als Dank fände nicht einmal ihre eigenen, regionalen Erzeugnisse Erwähnung. „Es kann doch nicht sein, dass in einem Werbevideo für Tirol, das traditionelle Gastfreundschaft hochhält, ,Hafermilch‘ und nicht die ureigene, echte Tiroler Milch vorkommt. Wo bleibt die Wertschätzung und Anerkennung gegenüber den heimischen Produzentinnen und Produzenten?

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