Für verhaltensauffällige Rowdies: Regierung startet Time-Out-Parlament


Thomas Jantzen, 2x Thomas Topf, Parlament.gv.at

Time-Out-Klassen für gewalttätige Schüler sind erst der Anfang. Die Regierung startet ab heute auch ein eigenes Time-Out-Parlament, um verhaltensauffällige Nationalratsabgeordnete in den Griff zu bekommen. Die Tagespresse war vor Ort.

WIEN – Schon als wir den Container des Time-Out-Parlaments betreten, wird uns klar, welcher Tonfall unter den halbstarken Nationalratsabgeordneten herrscht, die hier her versetzt wurden.

„Oida was is mit dir du Lügenfresse?“, brüllt uns FPÖ-Mann Hafenecker an, während er die Ratte in seinem Hoodie mit Leberkäsresten füttert, die er in seinen Haaren gefunden hat. Neben ihm sitzt Parteikollege Höbart, der auf sein Smartphone spuckt – mitten auf das Facebook-Profilfoto eines Syrers.

Männliches Problem

Was auffällt: Alle Abgeordneten des Time-Out-Parlaments sind Männer. „Das könnte vielleicht daran liegen, dass Männer sich gerne austoben, Grenzen testen, ewige Jungs sind“, mutmaßt eine Erzieherin. „Oder es liegt daran, dass wir Frauen keine kleinen Penisse haben, die wir durch gewalttätiges Verhalten kompensieren wollen.“

Beim Stichwort Penis blickt ein kleiner Mann in der letzten Reihe kurz auf und kichert. „Das ist der Pilz Peter, und neben ihm, das ist der Efgani“, stellt die Erzieherin die beiden hoffnungslosen Härtefälle vor. „Sie sind hier, weil sie letzte Woche Dick Pics an die Wände des Parlaments geklebt haben.“ Inzwischen, so die Erzieherin, wurden die Portraits von Blümel und Kurz jedoch wieder entfernt.

Kurz erfreut

„Es wird nicht ohne hässliche Bildung gehen“, zeigt sich Bundeskanzler Kurz erfreut über die Erziehung verhaltensauffälliger Parlamentarier. Kurz selbst erklärt, auch er habe natürlich wie jeder Mensch Gewaltfantasien: „Aber ich lebe das nicht aus. Ich verarbeite das künstlerisch. Mir hilft das Schreiben. Wenn ich irgendwen hasse oder irgendwas zerstören möchte, dann schreib ich das einfach in meinem Regierungsprogramm nieder.“


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Dort ein Mund

Beruhigend, dass Kurz im Regieren ein Ventil für seine destruktiven Triebe gefunden hat. Nicht auszudenken, was wäre, wenn er sie im Alltag an seinen Mitmenschen ausleben würde.

Er ist das ärmste arme

R egierungs s chwein.

Wer?

Dort ein Mund?

Sehr treffend. Aber: Auch das ist ausleben!

„Kurz selbst erklärt, auch er habe natürlich wie jeder Mensch Gewaltfantasien: „Aber ich lebe das nicht aus. Ich verarbeite das künstlerisch. Mir hilft das Schreiben. Wenn ich irgendwen hasse oder irgendwas zerstören möchte, dann schreib ich das einfach in meinem Regierungsprogramm nieder.““

Lehrer

Stand oben im Artikel, ja. Das hast du gut abgeschrieben. Kriegst ein Plus!

Pennywise

Das erklärt so manches , der Höbart hat vermutlich gar keinen Penis 😂

Wär für die alle besser, damit

sich der Dr. eck nicht zu arg verbreitet.

genial

Verfeindete Bande „Alte Volkspartei“ … Don Sebastian … Scheinwelt Löwelstraße … gelernte Millionärstochter Claudia … Wiener Sturmhaubenkoch … bösartige, mysteriöse Geheimmacht „Wähler“ …
Leute, ihr seid ein Wahnsinn! Genial!

… bösartige, mysteriöse Geheimmacht „Wähler“ …

Diese Macht gibt es allerdings nicht: nirgends!

Aber dieses Machlos(sein) gibt es.

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